23.08.2018, 16:18 Uhr

Hohe Ertragsausfälle Maisernte startet in diesem Jahr drei Wochen früher als üblich

(Foto: BBV)(Foto: BBV)

In Bayern hat die Ernte von Silomais begonnen. In Folge der Trockenheit werden die Bestände in diesem Jahr rund drei Wochen früher gehäckselt als üblich. Viele Futtermaisbestände kommen ins Silo.

BAYERN Normalerweise holen die bayerischen Bauern ihren Mais ab der ersten Septemberwoche an von den Feldern. In diesem Jahr haben sie bereits in der zweiten Augustwoche begonnen. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals so früh siliert haben“, sagt Hermann Greif, Getreidepräsident des Bayerischen Bauernverbandes. Rund die Hälfte der Silomaisfelder seien bereits gehäckselt, die Ergebnisse extrem unterschiedlich von gut bis Totalausfall. „Im Durchschnitt lassen sich die Ertragsausfälle in Oberfranken von 25 bis 30 Prozent einordnen“, so Greif. Sorgen bereitet ihm auch die Qualität. „Der frisch gehäckselte Mais ist extrem trocken und heiß“, sagt er. Nun hoffen die Landwirte, dass die Gärprozesse im Silo in die gewünschte Richtung verlaufen, denn „normalerweise mögen die Bakterien die hohen Temperaturen nicht“.

Bauernverband bittet um Verständnis für Erntefahrzeuge

Die Zeit der Maisernte sorgt auch auf den bayerischen Straßen für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen von Maishäckslern und landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Der Bauernverband bittet deshalb alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Erntefahrzeuge.

Anbaufläche von Mais stabil

Die gesamte Mais-Anbaufläche liegt in Bayern seit Jahren stabil um die 550.000 Hektar (2018: circa 548.100 Hektar). Der Anteil der Körnermaisfläche wird sich aufgrund der knappen Futterversorgung und der zu erwartenden geringeren Kornerträge in diesem Jahr wohl noch zugunsten des Silomaisanteils verschieben. Aktuell geht das Deutsche Maiskomitee (DMK) noch von 118.400 Hektar Körnermais aus.


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