27.04.2018, 18:39 Uhr

„Kampf ist noch lange nicht gewonnen“ Verbot von Insektiziden – „wichtiger Schritt im Kampf gegen das Artensterben“

(Foto: Hannes Lehner)(Foto: Hannes Lehner)

„Das Verbot der drei Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam aus der Stoffklasse der Neonicotinoide kann nur ein erster Schritt auf dem Weg zu einer weitgehend chemiefreien Landwirtschaft sein“, kommentiert Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger die Entscheidung der EU.

NIEDERBAYERN „Nachdem die europäische Lebensmittelbehörde Efsa die Gefährlichkeit der drei Neonicotinoide bestätigt hat, war dieser Schritt überfällig“, erklärt Steinberger. „Das ist ein erster wichtiger Schritt im Kampf gegen das Artensterben, aber dieser Kampf ist noch lange nicht gewonnen.“ Zum einen dauert es Jahre, bis das Gift im Boden abgebaut ist. Zudem sind noch zwei weitere Wirkstoffe dieser Nervengifte frei verkäuflich und werden auch in Privatgärten verwendet. Neonicotinoide gehören zu den effektivsten Insektiziden, die in Niederbayern vor allem im Mais- und Zuckerrübenanbau vielfach verwendet werden. Als Nervengift schädigen sie besonders Honigbienen, Wildbienen und viele weitere Insekten. Die Grünen im bayerischen Landtag haben in einem Antrag zudem das Verbot dieser Mittel auch für Privatgärten gefordert. „Um das Artensterben zu stoppen, müssen wir den Einsatz giftiger Chemie in der Landwirtschaft drastisch zurückfahren,“ so die Landtagsabgeordnete.


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