23.02.2018, 11:13 Uhr

Starkregenereignisse Besserer Schutz vor Sturzfluten – 30.000 Euro gehen nach Abensberg

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Die Starkregenereignisse in den letzten Jahren haben in Bayern viele lokale Hochwasser an kleinen Gewässern verursacht. Mit einem Sonderförderprogramm für die Erarbeitung integraler Konzepte zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement unterstützt das Bayerische Umweltministerium die Kommunen in Bayern bei der Vorsorge direkt vor Ort.

NIEDERBAYERN Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf hat heute in Landshut Förderbescheide aus dem Programm an die Städte Landshut, Vilsbiburg und Abensberg sowie an den Markt Ergoldsbach überreicht. Scharf betonte: „Der Schutz vor Sturzfluten ist eine neue wichtige Säule des Hochwasserschutzes in Bayern. Zentraler Baustein ist der Hochwasserschutz in den Regionen. Hochwasserschutz ist ein Gemeinschaftsprojekt und kann nur Hand in Hand mit den Kommunen erfolgreich sein. Das Förderprogramm ermöglicht es den Gemeinden, maßgeschneiderte Konzepte für den bestmöglichen Hochwasserschutz zu schaffen. Landshut, Vilsbiburg, Abensberg und Ergoldsbach gehören zu den ersten Kommunen in Bayern, die eine solche Förderung erhalten. Ich freue mich, dass sie die Chance ergreifen und aktiv Maßnahmen zum Schutz ihrer Bürger vor Hochwasser und Sturzfluten entwickeln.“

Landshut, Vilsbiburg und Ergoldsbach erhalten jeweils 150.000 Euro im Rahmen des Programms, Abensberg 30.000 Euro. Insgesamt stehen drei Millionen Euro für Fördermaßnahmen in bayernweit 40 Kommunen zur Verfügung. 24 Gemeinden haben sich derzeit zum Förderprogramm angemeldet.

Das Sonderförderprogramm richtet sich insbesondere an kleinere Kommunen, für die Sturzfluten eine existenzielle Bedrohung sein können. Ziel des Sonderförderprogrammes ist es, die Hochwassergefahren nicht nur von kleinen Gewässern, sondern auch von sogenanntem wild abfließendem Wasser in einer Kommune zu erkennen. Darauf aufbauend werden individuelle Handlungsmöglichkeiten und Schutzmaßnahmen für die Kommunen sowie für die Betroffenen vor Ort aufgezeigt. Nicht nur die klassischen Möglichkeiten des technischen Hochwasserschutzes, sondern auch Elemente wie die Hochwasservorsorge bei der Flächennutzung oder Bauleitplanung werden dabei beleuchtet. Das Sonderprogramm ergänzt das bestehende Förderangebot zur ökologischen Gewässerbewirtschaftung und zum Hochwasserschutz an den Gewässern dritter Ordnung.

Insbesondere im Jahr 2016 haben Starkregen-Ereignisse auf kleinstem Raum massive Hochwasserkatastrophen mit Todesfällen und Schäden in Milliardenhöhe ausgelöst. Besonders die kleinen Gewässer waren von den extremen Sturzfluten betroffen. Die Hochwasserwellen lagen durch die massiven Niederschläge in vielen Bereichen weit über hundertjährlichen Ereignissen. Für den Hochwasserschutz investiert der Freistaat bis 2020 bayernweit rund 3,4 Milliarden Euro.

Weitere Informationen zum Sonderförderprogramm sind im Internet verfügbar unter www.q.bayern.de/sturzflut.


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