29.01.2018, 11:02 Uhr

Kampf bleibt Daueraufgabe Sturm und Schneebruch helfen leider auch dem Borkenkäfer


Die letzten Sturmereignisse haben den Landkreis Kelheim glücklicherweise weitgehend verschont. Das freut besonders alle Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, da sie im letzten Jahr schon große Schäden durch den Borkenkäfer hinnehmen mussten.

LANDKREIS KELHEIM Allerdings dürfte mittlerweile auch klar sein, dass der Kampf gegen den Borkenkäfer eine Daueraufgabe bleibt. Der Entzug von bruttauglichem Material und die Aufarbeitung bereits befallener Bäume gehören daher jetzt zu den wichtigsten Aufgaben im Fichtenbestand.

Leider haben hier die vergangenen Stürme und lokalen Schneebrüche etliche Problemstellen hinterlassen. Im ganzen Landkreis sind immer wieder einzelne Fichten geworfen oder gebrochen worden. Sie müssen unbedingt bis zum Beginn des Schwärmflugs des Borkenkäfers aufgearbeitet und aus dem Wald gebracht werden. Ansonsten befällt der Käfer sie in der Regel als erstes und breitet sich von dort weiter aus.

Aufgrund der für die Waldarbeit anhaltend schlechten, weil sehr nassen, Witterung sind zur Zeit nur wenige private Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in Ihren Wäldern unterwegs. Viele der geworfenen oder abgebrochenen Bäume wurden daher noch gar nicht entdeckt. „Wir raten daher unbedingt zu einer zeitnahen Kontrolle der Waldbestände. Nur so können diese potentiellen Käferbäume (und eventuell übersehene Käferbäume vom letzten Jahr) gefunden und noch rechtzeitig beseitigt werden. Bitte denken Sie aber an Ihre Sicherheit. Geworfene oder gebrochene Bäume bergen bei der Fällung bzw. Aufarbeitung oft große Risiken. Solche Arbeiten müssen im Zweifelsfall von entsprechend ausgebildeten Fachleuten durchgeführt werden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Förster oder die jeweilige Waldbesitzervereinigung bzw. Forstbetriebsgemeinschaft.“


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