03.05.2018, 13:20 Uhr

„Straße der Schande“ Hier sagen nicht nur Stoßdämpfer „Grias God“ und alsbald „Pfiade“


Wenn es einen Preis für die abenteuerlichste Buckelpiste geben würde, wäre die Verbindung von Taching Richtung Holzhausen ein ganz heißer Kandidat. Oder können Sie das noch toppen?

TACHING. Dass viele Betonpisten in unserer Region, darunter auch Bundesstraßen, sich in einem zum Teil desolaten Zustand befinden, verärgert viele Bürger. Zumindest die Holperpiste der B 20 soll zwischen Hochöster/Nonnreit bis zum Abzweig Waging jetzt einer Generalüberholung unterzogen werden. Diese hätte auch die Staatsstraße zwischen Tengling und Taching dringend nötig.

„Will das Wort Straße nicht in Mund nehmen“

Aber es geht noch schlimmer: Eine der abenteuerlichsten Schotterpisten ist die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Taching über Holzhausen nach Otting. „Ich will das Wort Straße eigentlich gar nicht in den Mund nehmen. Denn eine Straße ist doch irgendwie noch befahrbar und hat auch keine Pflastersteine verbaut“, so ein verärgerter Anwohner gegenüber dem Chiemgau/BGL Wochenblatt. Ein Ortstermin bringt das ganze Dilemma einer „Straße“, die sich seit fast zwei Jahrzehnten in einem katastrophalen Zustand befindet, ans Tageslicht.

Schlaglöcher, soweit das Auge reicht. Ein Ausweichen ist wegen Zäunen am Wegesrand kaum möglich.

Eine erhöhte Unfallgefahr stellen auch mit inzwischen von Moos überwachsene Steine am Waldrand dar. Was den Wochenblatt-Informanten besonders stört, ist die Tatsache, dass die Gemeinde für Straßen, die noch besser in Schuss sind, Geld in die Hand nimmt – Brünning oder Mollstätten – aber bei dieser Verbindungsstraße, die er an Arbeitstagen täglich benutzt, nichts passiert.

Es gehe dabei nicht mal um eine Verbreiterung. Man wäre schon mit einer Erneuerung und Schlaglochreparatur zufrieden. Eine fahrbarere Alternative über Waging und Otting würde ihn täglich übrigens 15 Kilometer Umweg kosten – weit über 3.500 Kilometer im Jahr!

Her mit den Fotos der schlimmsten Buckelpisten

Viele Wochenblatt-Leser werden sich jetzt denken: „Bei uns schaut es nicht viel besser oder gar noch schlechter aus!“ Deshalb unsere Bitte:

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Ihre Fotos von abenteuerlichen Schotterpisten aus den Landkreisen Traunstein und dem Berchtesgadener Land, die wir in loser Folge dann veröffentlichen werden.


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