03.09.2019, 09:40 Uhr

Bergwacht Zwiesel und Naturpark Weg mit den Lupinen

Gemeinsam für den Naturschutz waren Mitglieder der Bergwacht Zwiesel und der Gebietsbetreuer für die Arberregion (r.) im Einsatz. Foto: J. Matt/Naturpark Bay. Wald (Foto:  J. Matt/Naturpark Bay. Wald)Gemeinsam für den Naturschutz waren Mitglieder der Bergwacht Zwiesel und der Gebietsbetreuer für die Arberregion (r.) im Einsatz. Foto: J. Matt/Naturpark Bay. Wald (Foto: J. Matt/Naturpark Bay. Wald)

Gemeinsame Naturschutzaktion auf dem Großen Arber.

BAYERISCH EISENSTEIN Im Garten freut man sich darüber, am Großen Arber weniger: Die Lupine, genauer die Vielblättrige Lupine oder wissenschaftlich Lupinus polyphyllus genannt, wächst nicht nur in Hausgärten und an Straßenböschungen, sondern kommt auch auf 1456 Meter am Großen Arber vor. Da die Lupine ursprünglich nur in Nordamerika verbreitet war und erst 1826 nach England und 1890 nach Bayern eingeführt wurde, zählt sie zu den neophytischen, sprich gebietsfremden Pflanzen.

Die Lupine besiedelt Rohböden und kann durch ihre Knöllchenbakterien an den Wurzeln besonders viel Luftstickstoff binden. Die Wuchsstandorte der Lupine werden somit langfristig mit viel Stickstoff und Nährstoffen angereichert. Auf dem Großen Arber jedoch gibt es großflächig naturschutzfachlich wertvolle Magerrasen, die sich gerade mit einem sehr geringen Nährstoffanteil auszeichnen. In den Pflanzengesellschaften, wie den Borstgrasmagerrasen und den Zwergstrauchheiden am Arberplateau, ist die düngende Wirkung der Lupine nicht erwünscht.

Aus diesem Grund haben die Bergwacht Zwiesel zusammen mit dem Naturpark Bayerischer Wald auch dieses Jahr die Lupine entfernt. Nach einer kurzen Erläuterung durch den Gebietsbetreuer für die Arberregion, Johannes Matt, legten die Mitglieder der Bergwacht mit vollem Tatendrang los. Heuer wurde der Bereich beginnend vom Kleinen Seeriegel entlang der Fahrstraße hinunter bearbeitet. Vom Erfolg des Einsatzes im vergangenen Jahr konnte man sich auch überzeugen, da Arten des Magerrasens, wie Ungarischer Enzian und Arnika, vom Einsatz profitieren. Gemeinsam ließ man den Abend in der Schmugglerhütte in Bayerisch Eisenstein ausklingen und auch künftig wird man die Zusammenarbeit weiter gedeihen lassen.


0 Kommentare