27.10.2017, 12:12 Uhr

Entlaufen Im Bayerischen Wald wird nach zwei Wölfen weiter intensiv gesucht

(Foto:npvbw)(Foto:npvbw)

Seit Donnerstagnachmittag, 27. Oktober, befindet sich das am vergangenen Wochenende mit einer Lebendfalle gefangene Wolfsweibchen (Foto) wieder im großen Gehege des Tier-Freigeländes im Nationalparkzentrum Falkenstein bei Ludwigsthal.

LUDWIGSTHAL Bei der Zusammenführung in der rund fünf Hektar großen Anlage gab es keinerlei Reibereien mit den im Gehege verbliebenen drei Wölfen. „Wir freuen uns, dass dies so gut geklappt hat und sich die Tiere gegenseitig akzeptieren“, sagt Nationalparkleiter Franz Leibl.

Die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald unternimmt derweil weiterhin intensive Bemühungen, den beiden letzten der entlaufenen Gehege-Wölfe lebend habhaft zu werden. „Unsere Mannschaft ist auch nach drei Wochen noch in voller Stärke im Einsatz“, so Leibl. „Derzeit vermuten wir die Tiere im Raum Sankt Englmar und in der Grenzregion zu Tschechien.“

Die neuesten Sichtungen lassen vermuten, dass eines der Tiere deutlich abgemagert ist. Der andere Gehege-Wolf scheint zu hinken, was eventuell mit einer gemeldeten Kollision mit einem Auto zusammenhängt. Allen Hinweisen aus der Bevölkerung wird intensiv nachgegangen. Zusammen mit Auswertungen von Fotofallen wird so der Einsatz von Lebendfallen und Narkoseschützen abgestimmt.

Personen, die einen Wolf sehen, sollen sich ans Haus zur Wildnis unter der Telefonnummer 09922/ 50020 oder die Polizei unter 110 wenden. Bei einem Aufeinandertreffen sollte dem Tier mit Respekt begegnet werden. Die Bevölkerung wird darum gebeten, auf keinen Fall Futter für die Wölfe zu deponieren, sich den Wölfen aktiv zu nähern oder sie zu fotografieren. Weitere Hinweise dazu finden sich auf der Nationalpark-Homepage unter www.nationalpark-bayerischer-wald.de.


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