19.03.2011, 09:58 Uhr

Mond so nah wie seit 1983 nicht mehr Wahnsinn: Supervollmond am Wochenende

Was für ein Fest: Am dritten Märzwochenende wird der Mond extrem groß und besonders hell sein. So nah war der Mond seit 1983 nicht mehr. Welche Auswirkungen hat das auf uns?

DEUTSCHLAND Dieses Wochenende wird wohl jeder mal zum Mond hinaufschauen, sofern der Himmel klar ist. Einem Bericht auf Kopp online zufolge, ist der Mond am Samstag, 19. März, der Erde so nah wie nur selten. Auf 356.574 Kilometer rückt er heran. „Sicher, das ist auch noch ein gutes Stück”. Aber doch so viel näher, dass der Mond deutlich heller und vor allem größer erscheinen wird. Perigäums-Vollmond, heißt das im Fachjargon.

Zuletzt war dies im März 1983 der Fall. „Unser Mond leuchtet am Samstag so blendend grell, dass auch das typische »Mondgesicht« überstrahlt wird und daher schwerer erkennbar ist. Die dunklen Mare-Gebiete fallen kaum mehr auf”, so Kopp onine

Viele haben schon im Vorfeld des Vollmonds zu unken begonnen, dass es jetzt wohl besonders chaotische Zustände geben würde. Manche sehen sogar einen Zusammenhang zwischen der Katastrophe in Japan und der besonderen Erdnähe des Mondes. Aber gleich vorweg: Dieser Vollmond ist ein optisch eindrucksvolles Naturschauspiel, mehr nicht.

„Derzeit wird immer wieder vor allem auch im Internet diskutiert, ob das apokalyptische Erdbeben von Japan im Vorfeld des »Super-Vollmonds« ausgelöst worden sein kann, doch müssen wir die Ursachen hier ganz klar andernorts suchen. Allein schon die Tatsache, dass der Mond sich zur Zeit des Bebens nahe seinem erdfernsten Punkt aufhielt, macht deutlich, dass er nur geringen Einfluss nehmen konnte. Außerdem existieren keinerlei Belege für einen Zusammenhang zwischen schweren Erdbeben und Mondanziehung, auch wenn eine Verbindung auf den ersten Blick gewiss nicht abwegig erscheint und Gezeiten tatsächlich mit bestimmten Typen schwacher Erdbeben einhergehen. Seismologen wären wohl froh, wenn der Mond allgemein als Auslösefaktor in Frage käme, denn ein derart simpler Zusammenhang ließe Vorhersagen ebenfalls weitaus einfacher werden. Doch die Ursachen großer Beben sind leider komplexer”, ist auf Kopp online zu lesen.

Viele sind davon überzeugt, dass sie bei Vollmond schlecht schlafen können. Der Mond hat vielfältige Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Doch über viele Zusammenhänge und Aspeken streiten die Gelehrten bis zum heutigen Tag. Wie sollte es auch anders sein?

„Hinsichtlich der astronomisch besonderen Situation am Samstag nimmt der Mond allerdings kaum anderen Einfluss auf uns als sonst auch. Natürlich werden auch die Gezeiten bei diesem jetzt so extremen »Perigäums-Vollmond« geringfügig intensiver ausfallen. Aber das macht letztlich nur einen zusätzlichen Hub von ein paar Zentimetern im Wasser aus. Also wirklich nichts Dramatisches. Und auf den menschlichen Körper wirken Gezeiten ohnehin so gut wie überhaupt nicht, denn dazu ist er einfach zu klein.”

Klarer Fall: Auch wenn die Verhältnisse auf der Erde derzeit so chaotisch sind wie schon lange nicht mehr. Es lohnt, einen Blick zum hoffentlich gut sichtbaren Vollmond hinauf zu werfen und mal inne zu halten! Das schadet nie. Viel Spass dabei.


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