21.07.2018, 10:51 Uhr

Fußball-WM Fast 107 Millionen Menschen in 19 EU-Ländern verfolgten das WM-Finale im Fernsehen

(Foto: 9george/123RF)(Foto: 9george/123RF)

Auch in einer veränderten Medienlandschaft mit zunehmend individuelleren Nutzungsgewohnheiten bringen Großereignisse wie die Fußball-WM traditionellen TV-Anbietern ein riesiges Publikum.

DEUTSCHLAND/WELT Laut dem Marktforscher Eurodata TV Worldwide haben allein das Finalspiel zwischen Kroatien und Frankreich am 15. Juli rund 107 Millionen Menschen in 19 EU-Nationen verfolgt. Sogar in Ländern wie China, die selbst nicht am Wettbewerb teilnahmen, kam das Match auf 56 Mio. Zuseher - das ist der höchste Wert seit den Olympischen Spielen in Peking im Jahr 2008.

„Historisch gutes Abschneiden“

„Die 2018er-Ausgabe der FIFA-WM hat mit einem besonderen Höhepunkt, der epischen Konfrontation zweier europäischer Länder, ein Ende gefunden. Die enormen Zuseherzahlen, die dabei erreicht wurden, zeigen klar, dass es traditionellen TV-Stationen auch in Zeiten von Smartphones und nicht-linearem Nutzungsverhalten mithilfe von Live-Übertragungen von großen Sportveranstaltungen gelingen kann, ein riesiges Publikum vor den Bildschirm zu holen“, erklärt Yassine Berhoun, Sports Director bei Eurodata TV Worldwide.

Das „historisch gute Abscheiden“ der TV-Sender bei dem jüngsten Fußball-Event in Russland sei aber auch durch die Nutzung neuer Technologien gekennzeichnet. „Der TV-Bildschirm ist nicht länger der einzige Bildschirm, auf dem Live-Übertragungen betrachtet werden. In Frankreich haben zum Beispiel mehr als eine halbe Mio. Menschen das Finale auf einem Smartphone-, Tablet- oder Computer-Screen verfolgt“, betont der Experte. „Einige kamen sogar in den Genuss, das Spiel mit einer Virtual-Reality-Brille zu erleben und sich zu fühlen, als ob man selbst im Stadion wäre“, so Berhoun.

ZDF-Marktanteil von 76,1 Prozent

Der „große Gewinner“ im Falle der kürzlich zu Ende gegangenen WM ist dem Researcher nach der französische Sender TF1. Dort konnte man laut Eurodata-Statistik schon während des Halbfinalspiels Frankreich gegen Belgien 19,1 Millionen Zuseher registrieren. Beim Finalsieg gegen Kroatien waren es dann mit 19,3 Millionen sogar noch einige mehr. Auch in Kroatien schaffte es der öffentlich-rechtliche Sender HTV2 beim Finale auf insgesamt 1,6 Millionen Zuseher, was einem nationalen Marktanteil von satten 89,3 Prozent entspricht.

Genauso gut schnitt das letzte WM-Match in anderen europäischen Ländern ab: In Deutschland erreichte das ZDF mit 21,3 Mio. Zusehern einen Marktanteil von 76,1 Prozent und in den Niederlanden und Italien kletterte die Publikumszahl auf den Sendern NPO1 auf 3,1 Millionen bzw. auf Canale 5 auf 11,7 Millionen Zuseher.


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