25.05.2020, 13:29 Uhr

Besondere Situation Die TSG Laaber zeigt sich erfinderisch in der Corona-Krise

Die Tennisanlage erfreut sich neuerdings großer Beliebtheit, nachdem Tennis als einer der wenigen Sportarten bereits wieder ausgeübt werden darf. Foto: Hans-Jürgen GibisDie Tennisanlage erfreut sich neuerdings großer Beliebtheit, nachdem Tennis als einer der wenigen Sportarten bereits wieder ausgeübt werden darf. Foto: Hans-Jürgen Gibis

Auch die Turn- und Sportgemeinschaft Laaber, der größte Verein des Marktes, ist fest im Griff der Corona-Krise. Der Sportbetrieb ist fast vollständig eingestellt, die Sportstätten sind zum Großteil gesperrt. Dennoch haben sich die Sportler zusammengetan, um den Betrieben vor Ort, mit denen man seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitet, in dieser schwierigen Situation unter die Arme zu greifen.

Laaber. Aus der Fußballabteilung kam von Christian Spangler die Anregung, die Mitglieder zum Kauf von Gutscheinen aufzufordern. Damit sollten die Geschäfte jetzt Umsätze machen können, wo kein Geld in die Kasse kommt. Wenn sich die Umstände wieder etwas normalisiert haben, kann man die Gutscheine wieder einlösen. Über 20 Betriebe aus Laaber und der näheren Umgebung, mit denen der Verein verbunden ist, profitierten von der Aktion, die Fußball-Abteilungsleiter Uwe Stöbl schnell und souverän umsetzte. In den Reihen der Fußballabteilung traf die Aktion schließlich auch die größte Resonanz, aber auch in den anderen Abteilungen wurde für den Kauf der Gutscheine geworben. Letzlich konnte der Verein insgesamt über 10.000 Euro bei den Betrieben in Gutscheinen investieren. Die Fäden für die Logistik – das Besorgen der Gutscheine, das Einsammeln des Geldes und manches mehr – hatte Uwe Stöbl in der Hand, der sich auf die bewährte Mithilfe seiner Fußballer verlassen konnte. Vorstand Hans Motzer war sehr erfreut über die gelungene Aktion.

Die Corona-Krise stellt den Verein vor unterschiedliche Herausforderungen. Besondere Sorgen macht sich die Vorstandschaft um alle Mitglieder über 80 Jahre. Daher haben Eva Lindemann, Hans Motzer und Tobias Tischler die Senioren im Verein angerufen und sich versichert, dass die Mitglieder wohlauf sind. Außerdem bot man die Unterstützung durch Vereinsmitglieder an, falls man die Senioren im Alltag unterstützen könne.

Als erste Sportler dürfen die Tennis-Spieler wieder an die Filzkugel. Entsprechend boomt derzeit der Tennis-Sport, das Gelände am Kalvarienberg wurde innerhalb kürzester Zeit fit gemacht, da nun auch viele Freizeitspieler die Gelegenheit zum Sport nutzen wollen. Ohnehin einigermaßen unabhängig von Corona konnte der Lauftreff agieren, auch wenn man das gemeinsame Laufen einschränken musste. Hans Motzer hofft natürlich, dass auch der übrige Sportbetrieb – wenn auch mit Auflagen – wieder aufgenommen werden darf.


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