22.09.2019, 21:14 Uhr

In Breitungen nicht zu schlagen Läufer-Duo aus Regensburg holt bei Berglauf-DM Gold und Silber

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Simon Boch und Kerstin Bertsch haben die Deutschen Berglaufmeisterschaften überlegen gewonnen. In Breitungen setzten sie sich über 13,3 Kilometer mit 785 Höhenmetern durch.

REGENSBURG Bei den Männern vollendete Konstantin Wedel den Triumph der LG Telis Finanz Regensburg als souveräner Zweiter. Seniorin Susanne Schmidt holte in der W50 ebenfalls Silber. Eine Woche nach dem zweiten Platz bei den Deutschen Zehn-Kilometer-Meisterschaften hat Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg) seine gute Form erneut unter Beweis gestellt. Bei der Berglauf-DM am Sonntag im thüringischen Breitungen holte sich der 25-Jährige mit fast einer Minute Vorsprung den Sieg. Auf der 13,3 Kilometer langen Strecke mit circa 785 Höhenmetern bergauf und circa 350 Höhenmetern bergab gelang es dem Berglauf-Debütanten, im Ziel auf dem Pleß mit 53:54 Minuten deutlich vor seinem Vereinskameraden Konstantin Wedel (54:47 Minuten) und Ultralauf-Spezialist Marcel Bräutigam (GuthsMuths-Rennsteiglaufverein; 55:43 Minuten) anzukommen.

Nach etwa einem Drittel der Strecke konnte sich das Regensburger Duo von den Verfolgern lösen. Zunächst erarbeitete sich Konstantin Wedel auf einem steilen Bergabstück einen kleinen Vorsprung auf Simon Boch. „Da hatte Konstantinnoch die besseren Karten“, sagte der Deutsche Meister, der im Rennverlauf seine Vorteile am Berg und in flachen Passagen ausspielen konnte. „Bergauf geht es bei mir einfach besser“, sagte Simon Boch, der die Berglauf-DM „einfach mal so zum Spaß“ mitnahm. Nach Bestzeiten über 5.000 und 10.000 Meter auf der Bahn sowie über 10 Kilometer und im Halbmarathon auf der Straße war es für ihn endlich der „goldene Abschluss“ einer gelungenen Saison.

Konstantin Wedel schnappte sich in Breitungen nach Bronze im vergangenen Jahr diesmal Silber. „Das war ein guter Saisonabschluss“, sagte der 25-Jährige. Der Hindernisspezialist kennt solche Strecken aus dem Training.

Im letzten Winter und große Teile des Sommers arbeitete er in einer Physio-Praxis in Südtirol. Mittlerweile ist er aber wieder nach Nürnberg zurückgekehrt. „In der Vorbereitung auf die EM-Saison 2020 werden Simon und ich auch häufiger zusammen trainieren“, blickte er schon voraus ins nächste Jahr. Bronze ging an Marcel Bräutigam. „Die anderen beiden waren heute stärker“, sagte der Ultraläufer, für den die 13,3 Kilometer fast ein „Sprint“ waren. Schließlich war sein Saisonhöhepunkt die 50-Kilometer-WM vor drei Wochen. „Schade, dass Titelverteidiger Max Zeus aus gesundheitlichen Gründen passen musste. Wie schon im Halbmarathon wäre sonst für uns sogar ein Sweep möglich gewesen“, relativierte Telis-Teamchef Kurt Ring einen erneuten großen Auftritt seiner Jungs. Beide werden sich nach einer kurzen Regenerationszeit auf eine erneute Qualifikation für die Cross-Europameisterschaften (8. Dezember in Lissabon) borbereiten. Teamkollegin Susanne Schmidt war mit Silber in der W50-Wertung erfolgreich.


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