11.09.2019, 20:58 Uhr

Viertbeste Karriere-Leistung Philipp Pflieger überzeugt in Prag über 10.000 Meter

(Foto: niserin/123RF)(Foto: niserin/123RF)

Regensburgs Olympiateilnehmer 2016 im Marathon, Philipp Pflieger, von der LG Telis Finanz betrachtet sich seit geraumer Zeit als Laufprofi und als solcher hat er seine diesjährige Marathon-Vorbereitung für den Berlin-Marathon am 29. September erstmals selbst in die Hand genommen.

REGENSBURG Das Ergebnis vom Wochenende beim Birell Prague Grand Prix über zehn Kilometer in der tschechischen Hauptstadt Prag zeigt, dass er dabei auf dem besten Weg zu einer weiteren Olympiateilnahme über eine Bestzeit in drei Wochen bei Deutschlands größtem Marathon sein könnte. Zwar hat der Deutsche Marathon-Rekordler Arne Gabius auf Platz 13 mit 28:47 Minuten für das beste Resultat eines Europäers gesorgt, doch wenig dahinter erreichte Philipp Pflieger mit der viertbesten Zeit seiner gesamten Karriere in 29:04min hauchdünn hinter dem zeitgleichen Sebastian Hendel (LG Vogtland), dem Deutschen 10.000- und 5.000-Meter-Meister des letzten Jahres, das Ziel. „8:28 Minuten für die ersten drei Kilometer waren vielleicht ein bisschen flott für einen 10er in der Marathonvorbereitung“, bilanzierte Philipp Pflieger auf Instagram. Seine Leistung bewertete er dennoch als „solide Standortbestimmung“, mit der er gut leben könne. Zu seiner vier Jahre alten Bestmarke fehlten lediglich zehn Sekunden.

Pfliegers langjähriger Teamkollege Florian Orth rückte indessen am letzten Freitag beim Diamond League Finale in Brüssel nachträglich ins 5.000-Meter-Teilnehmerfeld. In dem außerhalb der Diamond-League-Kategorie stattfindenden Rennen feierte der Belgier Isaac Kimeli in 13:13,02 Minuten einen Heimsieg über 5.000 Meter. Der Deutsche Meister Richard Ringer (LC Rehlingen) konnte das Tempo der Spitzengruppe auf dem abschließenden Kilometer nicht mehr mitgehen und lief nach 13:25,12 Minuten als Sechster durchs Ziel. Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg; 13:42,92 Minuten) wurde Zehnter. Damit scheiterte auch Orths letzter Angriff auf die WM-Norm für Doha. Damit kann der Olympiateilnehmer von 2016 früher in seine letzte Olympiavorbereitung für Tokyo 2020 einsteigen. „Ich habe erst am Dienstagabend erfahren, dass ich in Brüssel starten kann. Das ist natürlich nicht die optimale Vorbereitung, zumal ich bis gestern Abend noch in der Zahnarztpraxis stand.

„Das Rennen war gut gestaltet für eine Zeit Richtung WM-Norm. Aber bei mir war einfach nach den vielen 5.000-Meter-Rennen in dieser Saison die Luft raus. Nun starte ich noch mit dem Team bei der Straßenlauf-DM in Siegburg. Klar möchte ich kommendes Jahr über 5.000 Meter noch einmal einen Anlauf Richtung Olympische Spiele nehmen. Aber auch die EM in Paris ist ein lohnendes Ziel. Denn dort habe ich 2011 bei der Hallen-EM mein Debüt in der A-Nationalmannschaft gefeiert“, erklärte er anschließend in einem Interview bei leichtathletik.de.


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