14.06.2019, 21:20 Uhr

Sport Kitesurferin Susanne Schwarztrauber aus Regensburg startet beim World Cup auf Sylt

Susanne Schwarztrauber in der Welle. (Foto: Kitesurf World Cup Sylt/Rumbolo)Susanne Schwarztrauber in der Welle. (Foto: Kitesurf World Cup Sylt/Rumbolo)

Vom 25. bis 30. Juni treffen sich die weltbesten Kitesurfer und Kitesurferinnen beim Kitesurf World Cup zum ersten Mal in Westerland auf Sylt. In den Disziplinen „Wave“ und „Strapless Freestyle“ geht es im Rahmen der GKA Kite-Surf World Tour am Brandenburger Strand um ein Gesamtpreisgeld von 30.000 Euro und wertvolle Punkte auf dem Weg zum Weltmeistertitel. Die Regensburgerin Susanne Schwarztrauber ist auch dabei.

REGENSBURG Seit 14 Jahren ist der Kitesurf World Cup in Deutschland der Treffpunkt für die nationale und internationale Kitesurfszene und ihre Fans. Nach zehn Jahren an der Nordsee in St. Peter-Ording und drei Jahren auf der Ostseeinsel Fehmarn, treten die Athleten in diesem Jahr zum ersten Mal am Strand mit den besten Wellen Deutschlands - dem Brandenburger Strand in Westerland - an. Ein ganz neues Revier, nicht nur für den aktuellen Weltmeister Airton Cozzolino (CV) und Ex-Wave Champion Matchu Lopes (ES), sondern auch für den Pionier des Strapless Freestyles Mitu Monteiro (CV).

Für die deutsche Teilnehmerin Susanne Schwarztrauber aus Regensburg ist es nicht nur ein neues Revier, sondern auch erst ihr zweiter Auftritt bei der GKA Kite-Surf World Tour. Nach ihrem Debüt auf den Kapverden im Februar konnte sie sich direkt in der GKA-Rangliste auf Platz 13 platzieren.

Sylt ist nach den Kapverden der zweite von insgesamt acht Stopps auf der World Tour. Direkt nach Sylt zieht der internationale Tross über Tarifa, am südwestlichsten Zipfel Spaniens, Mauritius, Marokko, Brasilien und Hawaii weiter, bis sich Mitte Dezember in Torquay, Australien entscheidet, wer Kitesurf Weltmeister 2019 wird.

Die 30-jährige Susanne Schwarztrauber tritt im neuen kombinierten Wettkampfformat Kite-Surf an. Bestehend aus den Einzeldisziplinen „Wave“ (Wellenreiten mit Kiteunterstützung) und „Strapless Freestyle“ (spektakuläre Sprünge mit Kiteunterstützung auf Kitesurfboards ohne Fußschlaufen) ergibt sich eine Gesamtwertung und am Ende der Tour werden die besten Fahrerinnen und Fahrer als Weltmeisterin und Weltmeister gekürt. Susanne kommt aus Regensburg und ihre Kite-Karriere begann 2006 mit dem klassischen „Twintip“. An das Wellenreiten mit Kiteunterstützung auf einem Board ohne Schlaufen dachte 2006 noch niemand. So fuhr Susanne zehn Jahre mit dem „Twintip“-Kiteboard und hatte am Ende ein, dem Wakeboarden ähnliches Setup mit festen Boots auf dem Board. Der Spaß am Kiteboarden ging leider aufgrund einiger Verletzungen verloren, bis ihr Freund ihr ein Surfboard in die Hand gab. Heute sagt Susanne über diesen Moment: „Das hat alles verändert und mir eine ganz neue Welt in diesem tollen Sport eröffnet.“ Seitdem steht sie auf dem Wellenreiter und nutzt die Kraft des Windes um die Wellen abzureiten oder mit dem Brett in der Hand durch die Luft zu fliegen. Ihr Lieblingstrick ist ein Cutback* an der Lippe einer Welle. Zurzeit trainiert Susanne in Tarifa, dem Mekka der Kite- und Windsurfer an der Südspitze Spaniens. Für Sylt hat sie keine festgesteckten Ziele. „Ich möchte weitere Contest Erfahrung sammeln und Spaß haben.“ Auf Sylt tritt sie gegen acht weitere Fahrerinnen an. Mit dabei sind auch die Ranglisten-Dritte Charlotte Carpentier aus Frankreich und die derzeit auf Platz Fünf stehende Carla Herrera Oria aus Spanien.


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