06.05.2019, 11:22 Uhr

Bitteres Ergebnis Fechtclub Regenburg im Florett und Degen vor dem Finale im Deutschlandpokal ausgeschieden

(Foto: Leo Kramp)(Foto: Leo Kramp)

Als einzigem Fechtverein ist es nur dem Fechtclub Regensburg gelungen, sowohl im Degen wie auch im Florett das Halbfinale im Deutschlandpokal (vergleichbar mit dem DFB-Pokal im Fußball) zu erreichen. Umso bitterer ist es für die Teams von Trainer Igor Soroka, dass beide an unterschiedlichen Tagen mit einem ähnlichen Muster und bizarrerweise dem gleichen Ergebnis mit 36:45 knapp scheiterten.

REGENSBURG Im Florett war das Team minutiös durch Soroka vorbereitet, und es bestand für Mannschaftsführer Kramp die Qual der Wahl, da von mindestens sechs sehr starken Florettfechtern des Vereins auf ein Team von drei mit einem Ersatzmann reduziert werden musste. Felix Klinger brachte Regensburg spektakulär mit 5:0 in Führung gegen Johannes Hufnagl, aber auch durch ein starkes Gefecht von Balint Szamosi gegen Hufnagl und Klinger gegen Holger Labisch war die Führung nach zwischenzeitlichem Rückstand mit 25:20 in den Händen der Domstädter. Der ehemalige Nationalkaderfechter Michael Stanek stach beim FSC Jena heraus und zerstörte die Finalträume der Regensburger sozusagen im Alleingang, in dem er jeden Vorsprung vom Fechtclub umdrehte. Am Ende stand es 36:45, was nur kaum wiederspiegelt, wie atemberaubend spannend der Verlauf war und wie knapp es gefühlt doch zuging.

Im Degen hatte der Fechtclub mit dem MTV München ebenfalls eine Mammutaufgabe. Alle drei Fechter aus München samt Ersatzmann sind in der bayerischen Aktivenrangliste unter den besten zwölf. Einen 5:10 Rückstand nach Gefechten von Andreas Brummer und Gerhardt Feiner konnte Denys Polyshchuck gegen Stoerrle fast ausgleichen (13:14), und nach fünf von neun Gefechten stand es sogar 23:23, obwohl Mannschaftsführer Jürgen Wagner an diesem Tag mit der Präzision seiner Angriffe haderte. Mit erstaunlicher Nähe zu den Florettfechtern war es auch hier eine herausragende Einzelleistung des Gegners, der die Finalträume Regensburgs zum Platzen brachte. Der amtierende Bronzesieger der deutschen Meisterschaft Julian Kulozik vom MTV pulverisierte jeden Vorsprung und so stand es am Ende wie im Florett 36:45 für den Gegner. Mit Blick nach vorne geht die Arbeit von Trainer Igor Soroka und den Regensburger Fechtern weiter. Am kommenden Wochenende starten einige beim Q-Turnier Luitpoldcup in München.


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