22.05.2019, 09:58 Uhr

Süddeutsche Meisterschaft Rottaler Karatekas demonstrierten ihre Vormachtstellung

Das erfolgreiche Team der Sportfreunde Reichenberg mit den Betreuern und Kampfrichtern. (Foto: DJK-SF Reichenberg)Das erfolgreiche Team der Sportfreunde Reichenberg mit den Betreuern und Kampfrichtern. (Foto: DJK-SF Reichenberg)

Das 35 Sportler starke Team der DJK-Sportfreunde Reichenberg demonstrierte bei den Süddeutschen Meisterschaften des Deutschen Traditionellen Karate Verbandes (DTKV) der Schüler in Dingolfing mit 24mal Gold, 16mal Silber, 15mal Bronze und 3mal Platz 4 eindrucksvoll seine Überlegenheit und stellte alle bisherigen Rekorde in den Schatten.

PFARRKIRCHEN Den inoffiziellen Titel des erfolgreichsten Dojos, den die Kreisstädter im letzten Jahr Shingikan Backnang „ausgeliehen“ hatten, holten die Sportfreunde zurück und verwiesen ihre ärgsten Konkurrenten aus Baden-Württemberg mit 4mal Gold, 11mal Silber und 12mal Bronze auf den 2. Platz in der Medaillenwertung. Gekämpft wurde in der Dreifachturnhalle Höll Ost im Dingolfinger Norden auf fünf Kampfflächen um die begehrten Medaillen in den Altersklassen von 7 bis 15 Jahren in den Disziplinen Kata Einzel (Schattenkampf), Kumite (Zweikampf) und Kata Team (Synchronwettbewerb). Neben der Norddeutschen Meisterschaft, die zeitgleich in Havelberg (Sachsen-Anhalt) abgehalten wurde, zählt die Süddeutsche Meisterschaft zur Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft, die am 9. November als besonderer Höhepunkt zum 10-jährigen Jubiläum der Reichenberger Karate-Abteilung in der Dreifachturnhalle in Pfarrkirchen stattfindet.

In der Gruppe D (ab 2. Braungurt) holte Stephanie Wieland nach Platz 2 im Kata-Wettbewerb Gold im Jiyu-Ippon-Kumite (halbfreier Kampf). Schokrollah Ahmad demonstrierte die Katas „Heian Godan“ und „Bassai Dai“ und holte sich verdient den 5. Süddeutschen Meistertitel in Folge vor den beiden Backnangern Stefanos Aivatoglou und Alexander Kran. Auch im Jiyu-Ippon-Kumite schaffte es der Realschüler aus Pfarrkirchen ins Finale. Dort brachte ein zu hart ausgeführter „Gyaku-Zuki-Chudan“ (Fauststoß zum Bauch), der mit Disqualifikation des Gegerns geahndet wurde, die Titelentscheidung zugunsten des 12-jährigen Pfarrkirchners. Zusammen mit Andreas Huber sicherten sich Stephanie Wieland und Schokrollah Ahmad die Silbermedaille hinter dem Team aus Backnang.

In der Gruppe C (Violett- und Braungurt) siegte Andreas Huber in der Altersklasse der 13- bis 15-Jährigen in Kata Einzel und Jiyu-Ippon-Kumite. Jacqueline Theil gelang das gleiche Kunststück in der Parallelgruppe der Mädchen, wo sie das Geschehen in beiden Einzeldisziplinen fast nach Belieben dominierte. Bei den 10- bis 12-jährigen Violett- und Braungurtjungen holte sich Fabrizio Seminara nach Bronze in Kata Einzel sensationell den Titel in Jiyu-Ippon-Kumite. In der Gruppe der 10- bis 12-jährigen Violett- und Braungurtmädchen erkämpften Jessica Theil und Enna Lange einen Doppelsieg in Kata Einzel. Im Jiyu-Ippon-Kumite siegte Enna Lange vor Teamkollegin Gaia Cianciarulo. Jessica Theil machten mit Rang 3 den Reichenberger Dreifacherfolg perfekt. Jacqueline Teil und siegte zusammen mit ihrer Schwester Jessica Theil und Enna Lange mit „Heian Nidan“ im Kata-Team-Wettbewerb der Gruppe C vor den Teams aus Griesbach und Backnang und machte somit ihren Triple-Erfolg (Gold in allen drei Wettbewerben) komplett.

Für einen wahren Medaillenregen sorgten die Reichenberger Grün- und Blaugurtträger in der Gruppe B. Bei den Jüngsten bis 9 Jahren holte Tobias Anzinger in beiden Wettbewerben Gold vor Nikita Begheim. Im der Gruppe der 7- bis 9-jährigen Mädchen siegte Jana Felk nach Bronze in Kata Einzel im Kihon-Ippon-Kumite (Einschrittkampf) vor der Landshuterin Zeynap Amiri. In der nächsthöheren Altersstufe der 10- bis 12-Jährigen dominierte Janine Hartmüller bei den Mädchen das Geschehen. Im Kata-Wettbewerb siegte die 11-jährige Blaugurtträgerin vor Teamkollegin Alina Klick. Auch im Kihon-Ippon-Kumite behielt die Pfarrkirchnerin die Oberhand und siegte vor der Backnangerin Kateryna Shelepova. Bei den Jungen gleichen Alters holte Nikita Kurilow den Titel vor Teamkollegen Victor Kolev. Für eine Sensation sorgten die Reichenberger im Kihon-Ippon-Kumite, wo alle vier Starter das Halbfinale erreichten. Es siegte Dominik Flat vor Felix Hornung. Victor Kolev und Nikita Kurilow scheiterten im Halbfinale gegen ihre Teamkollegin und komplettierten als Bronzemedaillengewinner den Reichenberger Vierfachsieg.

Gut in Szene setzen konnten sich auch die Reichenberger Gelb- und Orangegurte (Gruppe A), von denen einige heuer zum ersten Mal am Start waren. Nachwuchstalent Analisa Alexa trug mit zweimal Gold in Kata und Kihon-Ippon-Kumite in der Gruppe der 7- bis 9-jährigen Mädchen maßgeblich zum Teamerfolg bei. Die Pfarrkirchnerin Laura Massali holte Gold in Kihon-Ippon-Kumite der 10- bis 12-jährigen Mädchen und Bronze in Kata Einzel. In der Gruppe der 13 bis 15jährigen Mädchen dominierte Hedi Ujvari das Geschehen. Die Pfarrkirchnerin konnte sich sowohl in Kata- als auch im Kumitewerttbewerb souverän durchsetzen und siegte auch im hart umkämpften Kata-Team-Wettbewerb der Gruppe A zusammen mit Laura Massali und Julia Wos. Somit stand die Gymnasiastin als zweite Triple-Siegerin der Sportfreunde Reichenberg fest.

Trainer Roland Hager und sein Betreuerstab sind mit den gezeigten Leistungen ihrer Schüler mehr als zufrieden, zumal das Team auch durch Teamgeist und einwandfreies, vorbildliches Verhalten auf und neben der Kampffläche Maßstäbe setzte. Alle, die Interesse haben, ein Probetraining zu besuchen, sind jederzeit herzlich willkommen. Infos gibt’s unter 0171 800 92 04.


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