06.05.2019, 10:30 Uhr

Remis zum Saisonauftakt Wildcats ergattern einen Punkt im Bayern-Derby

(Foto: Pressefoto Walter Geiring)(Foto: Pressefoto Walter Geiring)

Am Ende konnten wohl beide Teams zufrieden sein mit dem 27:27 zum Saisonauftakt in der GFL. Im Bayernderby trennten sich die Munich Cowboys und die Kirchdorf Wildcats unentschieden, obwohl sich die Wildcats schon über einige liegegelassene Chancen ärgerten.

KIRCHDORF AM INN Es war ein enges Spiel und für die TSV Footballer ein gewonnener Punkt zum Start, die ohne Vorbereitungsspiel in die Saison gingen und so nun den ersten Leistungsvergleich haben und auf diesem Spiel aufbauen können. Bei Dauerregen im Dantestadion erwischten die Münchener gleich den perfekten Start. Im zweiten Drive gelang den Hausherren mit einem langen Pass auf Top Receiver Jalyen Zachery der erste Touchdown des Tages und München ging mit 7:0 in Führung. Den anschließenden Kick Off returnierte Robert Ruiz bis an die 26 Yard Linie der Cowboys und Runningback Alexander Braunsperger lief in die Endzone zum 7:7 Ausgleich (PAT Baris Dasar).

Die Wildcats kontrollierten mit ihrer Defense im ersten Viertel dann die Cowboys und Shannon Smith konnte auch den ersten von drei Quarterback Sacks anbringen. Die Offense der Wildcats zeigte Licht und Schatten. Viele Spielzüge funktionierten, dazwischen war so mancher Pass aber etwas zu kurz oder ungenau. „Hier fehlte noch die präziese Abstimmung“, erläuterte Offense Coordinator Clayton Turner. Im zweiten Quarter war es wieder ein langer Pass auf Zachery, der die Cowboys in Front brachte. Der Extrapunkt wurde von Kilian Weber geblockt und so so stand es 13:7 für München. Bis zur Pause ging es dann so weiter. Kein Team konnte überzeugen, aber Kirchdorf kam besser ins Spiel. Jack Richards schaltete mehrmals Receiver Zachery aus und Johannes Mühlthaler gelang mit Shannon Smith erneut ein QB Sack. Mit 13:7 für die Cowboys ging es dann auch in die Kabinen.

Die zweite Hälfte startete dann kurios. München brachte den Ball ins Spiel, kickte jedoch flach und traf einen Spieler der Wildcats in der ersten Reihe, der Ball prallte 10 Meter zurück und die Cowboys waren in Ballbesitz. Nach zwei schnell gespielten First Downs fing Kai Silbermann einen Pass in der Endzone und die völlig überrumpelten Kirchdorfer lagen plötzlich 20:7 zurück. Doch die Offense der Gäste zeigte Moral. Im anschließenden Drive erlief am Ende Quarterback Ian Kolste von der 1 Yard Line den Anschluss zum 20:13, denn der Extrakick ging daneben. Kirchdorf war nun wieder wach. Jack Richards fing einen Pass der Cowboys ab und die Offensen erzielte im anschließenden Spielzug mit einem Touchdownpass von Kolste auf Robert Ruiz den 20:20 Ausgleich (Pat Dasar).

Es ging in das letzte Viertel und 1400 Zuschauer, davon 200 mitgereiste Fans der Wildcats, sahen eine spannende Schlussphase. Die Defense der Wildcats eroberte einen Fumble und brachte ihre Offense in eine gute Feldposition. Ein 40 Yard Pass von Kolste auf Ruiz überraschte die Münchner und Alexander Braunsperger finishte mit einem 6 Yard Run in die Endzone, angeschoben von seiner Offense Line zur 27:20 Führung für die Wildcats. Doch die Hausherren wollten sich bei ihrem 40-jährigen Vereinsjubiläum nicht blamieren und schafften nach einem sehenswerten Drive den Ausgleich zum 27:27 vier Minuten vor Ende der Partie. Kirchdorf verschoss in dieser Phase ein Field Goal zur möglichen Führung und auf der anderen Seite ebenso München, das von Kilian Weber geblockt wurde.

So ging es für die Wildcats im letzten Drive bei 2.25 Minuten auf der Uhr an der eigenen 10 Yard Linie noch einmal um alles. Bis an die 45 Yard Linie kämpfte sich die Offense und dann feuerte Quarterback Kolste einen Pass auf Robert Ruiz Richtung Endzone. Das Backfield der Cowboys war jedoch vorbereitet und fing aus einer Doppeldeckung den Ball an der eigenen 2 Yard Linie ab. Noch Sekunden auf der Uhr, die nicht mehr reichten für Punkte und so trennten sich beide Teams unentschieden. In der Analyse nach dem Spiel wurde von Christoph Riener natürlich über ausgelassene Chancen gesprochen, denn „ein Sieg wäre drin gewesen“, so der Coach. Die nächste Aufgabe ist jetzt nächsten Samstag in Stuttgart bei den Scorpions, die sich mit 30:21 gegen Marburg am Wochenende durchstzen konnten.


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