29.11.2020, 10:47 Uhr

Vierter Liga-Sieg in Folge Rote Raben lassen gegen Wiesbaden nichts anbrennen

Jubel bei den Roten Raben Vilsbiburg nach dem Heimsieg gegen Wiesbaden.  Foto: Rote RabenJubel bei den Roten Raben Vilsbiburg nach dem Heimsieg gegen Wiesbaden. Foto: Rote Raben

Die Roten Raben Vilsbiburg bleiben in der Volleyballbundesliga der Frauen in der Erfolgsspur.

Vilsbiburg. Die Volleyballerinnen der Roten Raben Vilsbiburg surfen weiter auf der Erfolgswelle. Mit einem rundum überzeugenden 3:0 (25:19, 25:17, 27:25) gegen den VC Wiesbaden feierten sie am Samstagabend (28. November) ihren vierten Bundesliga- Sieg in Serie und verbesserten sich damit auf Tabellenplatz 5.

Die Schützlinge von Cheftrainer Florian Völker präsentierten sich in den ersten beiden Sätzen deutlich überlegen und legten, als sie im dritten Abschnitt zunächst klar in Rückstand gerieten, noch eine Schippe drauf, so dass sie nach einer dramatischen Schlussphase mit dem fünften Matchball den umjubelten Drei-Satz-Sieg in trockene Tücher bringen konnten.

Gemäß der Devise „Never change a winning team“ kamen die Raben zum dritten Mal hintereinander mit der gleichen Anfangsformation aufs Feld, also mit Zuspielerin Lena Möllers, Luisa Keller auf der Diagonalposition, den Außenangreiferinnen Danielle Brisebois und Jodie Guilliams sowie Kayla Haneline und Josepha Bock im Mittelblock, dazu Myrthe Schoot als Libera. Das Bemühen, von Beginn an zu demonstrieren, wer Hausherr in der Ballsporthalle ist, war den Vilsbiburgerinnen anzumerken – und es schlug sich schnell auf der Anzeigetafel nieder: Über 8:4 marschierten die Raben maßgeblich dank ihrer gut organisierten Abwehr zum 16:12, ließen es bei 19:17 kurz spannend werden, verwandelten aber wenig später in Person von Jodie Guilliams den zweiten Satzball zum 25:19.

Durchgang Nummer zwei verlief zunächst komplett auf Augenhöhe, bis zur Mitte konnte sich keine Mannschaft mehr als zwei Punkte Vorsprung erarbeiten. Das änderte sich gewaltig, als die Gastgeberinnen einen Zwischenspurt von 12:11 auf 17:11 hinlegten – dies sollte nicht die einzige Aufschlagserie von Luisa Keller bleiben. Konzentriert brachten die Roten Raben ihren Vorsprung mit 25:17 nach Hause und erhöhten auf 2:0.

Der dritte Satz gehörte zunächst den nun aggressiver zu Werke gehenden Wiesbadenerinnen, die sich erkennbar keinesfalls mit einer Drei-Satz-Pleite aus Vilsbiburg verabschieden wollten. Doch ab dem 5:10 erhöhten die Raben ihrerseits die Intensität und glichen bei 18:18 aus. Bei 19:21 legte Luisa Keller ihre zweite Aufschlagserie aufs Parkett, die bis zum 24:21 führte. Die folgenden drei Matchbälle ließen Keller und Co. zwar verstreichen, den vierten auch noch – aber mit dem fünften bereiteten sie dem turbulenten Treiben ein Ende: 27:25 und 3:0!

Coach Florian Völker war hinterher hochzufrieden: „In den Sätzen eins und zwei haben wir wirklich gut gespielt – mit einer guten Balance zwischen Aggressivität und Geduld. Und im dritten haben wir dann das gezeigt, was uns ohnehin auszeichnet: bei einem Rückstand dranbleiben, immer weiter machen und immer dran glauben. Dafür konnten wir uns am Ende belohnen.“

Spielerin des Abends war Luisa Keller. Sie wurde nicht nur offiziell als MVP ausgezeichnet, sondern von ihrem Trainer inoffiziell als „X Factor“ geadelt – beides absolut zu Recht. Die Diagonalangreiferin war mit 19 Punkten beste Scorerin – und sie schlug allein sieben Asse, was nicht nur Florian Völker „außergewöhnlich“ fand.


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