02.10.2020, 19:07 Uhr

Schwieriger Auftakt am Sonntag Saisonstart der Roten Raben in Stuttgart ohne Myrthe Schoot

Mit Mut und Teamgeist wollen die neu formierten Roten Raben am Sonntag in Stuttgart ihre Chance suchen.  Foto: Rote RabenMit Mut und Teamgeist wollen die neu formierten Roten Raben am Sonntag in Stuttgart ihre Chance suchen. Foto: Rote Raben

Die Vorzeichen für einen erfolgreichen Saisonauftakt könnten für die Roten Raben durchaus besser sein. Zum einen müssen die Vilsbiburgerinnen beim Top-Team antreten. Zum anderen kann Trainer Florian Völker am ersten Spieltag nicht auf die erfahrenen Libera Myrthe Schoot zurückgreifen.

Stuttgart/Vilsbiburg. Das erste Bundesliga-Match, das die Roten Raben nach 211-tägiger Punktspielpause bestreiten, führt sie genau in jene Halle, in der sie auch die letzte Partie absolvierten. Vor 2.152 Zuschauern unterlagen die Vilsbiburgerinnen damals am 7. März bei Allianz MTV Stuttgart mit 0:3, es folgte das vorzeitige Saisonende wegen Corona.

Nun, zum Auftakt der Spielzeit 2020/21, gastieren die Raben erneut in der SCHARRena, in der diesmal pandemiebedingt nur 500 Fans zugelassen sind. Die Rahmenbedingungen werden also ganz andere sein, wenn die Neuauflage des Duells steigt – an der sportlichen Rollenverteilung beim Anpfiff am Sonntag um 17.15 Uhr (Sport1 überträgt live) hat sich allerdings nicht viel geändert: Klarer Favorit sind die hochkarätig besetzten Stuttgarterinnen, Meister von 2019, Tabellenzweiter zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs im März und aktueller Champions-League-Teilnehmer. Die Roten Raben wollen, wie Cheftrainer Florian Völker sagt, als couragierter Außenseiter „ein gutes Spiel machen und zur Stelle sein, wenn sich möglicherweise eine kleine Tür öffnet“.

Mit der Saisonvorbereitung war der Coach unter dem Strich zufrieden. „Wir haben intensiv trainiert und konnten viele Spiele machen“, berichtet Völker. Im Vordergrund stand die Integration der sechs Neuzugänge Danielle Brisebois (Schwarz-Weiß Erfurt), Alexis Conaway (Liiga Ploki/Finnland), Simona Dammer (VCO Berlin), Kayla Haneline (LP Viesti Salo/Finnland), Luisa Keller (USC Münster) und Jazmine White (Sm’Aesch PfeffingenSchweiz). Vielversprechende Ansätze haben dem Trainer in mehreren Tests gezeigt, „wo es für uns in dieser Saison hingehen kann“.

Personell kann Florian Völker beim Start aus dem Vollen schöpfen – mit einer wichtigen Ausnahme: Routinier Myrthe Schoot muss mit Meniskusproblemen noch passen, für sie übernimmt die 18-jährige Simona Dammer die Position der Libera. Der Coach hält viel von dem talentierten Neuzugang aus Berlin, der ursprünglich aus Mauerstetten kommt: „Simona ist noch jung, aber schon reif. Sie wird die Herausforderung annehmen.“ Ansonsten sind alle Raben-Spielerinnen an Bord und hoch motiviert, dem Stuttgarter Top-Team um Starangreiferin Krystal Rivers vor dem Fernsehpublikum in ganz Deutschland ein interessantes Match zu liefern. Eine respektable Leistung wäre wertvoller Rückenwind für das erste Heimspiel der neuen Saison, das am Samstag, 10. Oktober, gegen den VfB Suhl LOTTO Thüringen auf dem Programm steht.


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