29.01.2020, 21:34 Uhr

Guter Auswärts-Auftritt ohne Lohn Die Roten Raben gehen beim Spitzenreiter Schwerin leer aus

Raben-Trainer Timo Lippuner musste die Überlegenheit Schwerins anerkennen. (Foto:  Andreas Geißer)Raben-Trainer Timo Lippuner musste die Überlegenheit Schwerins anerkennen. (Foto: Andreas Geißer)

Auch die Roten Raben konnten die Erfolgsserie des SSC Palmberg Schwerin nicht stoppen. Das Team von Cheftrainer Timo Lippuner verlor das Auswärtsspiel beim Tabellenführer, der damit seinen zwölften Bundesliga-Sieg in Folge feierte, mit 0:3 (19:25, 21:25, 15:25) – und dies, obwohl sich die Vilsbiburgerinnen zwei Sätze lang von einer sehr guten Seite präsentierten und den Titelfavoriten in respektabler Weise fordern konnten. Der Spitzenreiter verlor indes nie die Spielkontrolle und brachte das Match dank seiner grundsätzlich überlegenen Qualität am Ende ungefährdet nach Hause.

SCHWERIN/VILSBIBURG Mit einer Änderung im Vergleich zum letzten Spiel, dem 3:1 gegen Erfurt vor elf Tagen, kamen die Raben in der Palmberg-Arena aufs Feld. Neira Ortiz kehrte anstelle von Alba Hernandez in den Mittelblock zurück, ansonsten vertraute der Coach der bekannten und zuletzt erfolgreichen Starting Six mit Zuspielerin Lena Möllers, Nikki Taylor auf Diagonal, den Außenangreiferinnen Jodie Guilliams und Nelmaira Valdez sowie Josepha Bock als zweiter Mittelblockerin. Dazu gesellte sich Myrthe Schoot als Libera.

Die Forderung von Timo Lippuner, aus der Außenseiterrolle heraus einen mutigen, zupackenden Auftritt hinzulegen, setzten die Roten Raben gleich in die Tat um. „Zupackend“ war dabei durchaus wörtlich zu nehmen, denn speziell der Vilsbiburger Block verschaffte sich im ersten Satz Respekt. Dies schlug sich in einem lange Zeit ausgeglichenen Verlauf nieder: Nach 9:9 und 17:18 mussten die Raben den Tabellenführer erst am Satzende auf 19:25 ziehen lassen.

Auch der zweite Durchgang erlebte starke Raben – und stärkere Schwerinerinnen. Bis 9:9 war’s wieder ein Match auf Augenhöhe, in dem die Gäste nicht nur mit einer kämpferischen Defensive überzeugten, sondern auch mit variablen Angriffsaktionen. Weil aber das SSC-Starensemble in der Lage war, noch eine Schippe draufzulegen, konnte es sich mit einem Zwischenspurt auf 14:20 absetzen. Vilsbiburg arbeitete sich noch auf 21:23 heran, musste dann jedoch ein 21:25 quittieren.

Der dritte Satz, den die Raben mit Alba Hernandez für Neira Ortiz im Mittelblock bestritten, war dann eine klare Sache für das derzeit beste deutsche Team. Eine Aufschlagserie von McKenzie Adams führte zum 5:11 für den SSC, das letztlich in ein 15:25 mündete – und damit in ein 0:3 aus Vilsbiburger Sicht.

Raben-Coach Timo Lippuner fand gleichwohl positive Worte für den Auftritt seiner Damen: „Nach einer Niederlage ist man nie zufrieden, aber es war im Grunde eine gute Leistung von uns, zumindest über zwei Sätze. Wir haben viel richtig gemacht, mussten aber schlussendlich den Niveau-Unterschied zu Schwerin anerkennen.“

Beste Scorerinnen auf Seiten der Gäste waren Nikki Taylor mit 12 und Nel Valdez mit 10 Punkten. Am kommenden Mittwoch, 5. Februar, empfangen die Roten Raben in der heimischen Ballsporthalle den USC Münster.


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