12.09.2019, 08:35 Uhr

Ausgeglichene und attraktive Liga Die DEL2-Clubs planen mit 36,2 Millionen Euro Umsatz

Rot-weißer Aufsteiger: Der EV Landshut möchte in der DEL2 eine gute Rolle spielen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben. (Foto:  Christian Fölsner)Rot-weißer Aufsteiger: Der EV Landshut möchte in der DEL2 eine gute Rolle spielen und nichts mit dem Abstieg zu tun haben. (Foto: Christian Fölsner)

Mit der Partie zwischen den Ravensburg Towerstars und dem ESV Kaufbeuren wird die neue Spielzeit in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2) am Freitag, 13. September, offiziell beim amtierenden Meister eröffnet. Der sportliche Aufsteiger EV Landshut muss zunächst Auswärtsspiele absolvieren und beginnt bei den Dresdner Eislöwen. Aufgrund des Umbaus des Stadions kann der EVL erst am 18. Oktober das erste Heimspiel austragen.

LANDSHUT Mit Blick auf die abgelaufene Spielzeit 2018/2019 kann die Ligagesellschaft im wirtschaftlichen Bereich ein positives Fazit ziehen: Beim Umsatz der Clubs erreichte die Liga einen neuen Rekordwert. Mit insgesamt 38,8 Millionen Euro setzten die 14 Clubs der DEL2 so viel um wie noch nie. Vor allem im Bereich des Sponsorings an den Standorten wurden deutliche Zuwächse erzielt. So stiegen die Sponsoringerlöse im Vergleich zur Vorsaison um fast 2,4 Millionen Euro auf über 18,1 Millionen.

Während nach der Saison 2017/2018 die kumulierten Ergebnisse aller Clubs erstmalig wieder in einem negativen Bereich lagen, erzielten die DEL2-Clubs 2018/2019 einen kumulierten Gewinn von circa 480.000 Euro.

Die Planungen des Liga-Gesamtetats 2019/2020 sind ebenfalls beachtlich: Die geplanten Umsätze der Clubs (Planungsgrundlage bildet ausschließlich die Hauptrunde) belaufen sich auf 36,2 Millionen Euro. Noch in der Vorsaison waren es 33,2 Millionen Euro.

René Rudorisch, Geschäftsführer der DEL2: „Die Clubs können stolz auf die erbrachten Leistungen sein. Erstmals fand die Lizenzprüfung ohne eine Anhörung statt. Die wirtschaftlichen Kennzahlen der Clubs unterstreichen dabei die positive Entwicklung und Tendenz der zweithöchsten Profiliga.“

Frank Kottmann, Aufsichtsratsmitglied der ESBG: „Die Liga hat sich weiter professionalisiert - sowohl auf als auch neben dem Eis. Die Liga ist zudem deutlich ausgeglichener.“

Weitere Stimmen aus der Pressekonferenz vom Mittwoch:

Rainer Schan, Geschäftsführer der Ravensburg Towerstars, zur Erwartungshaltung am Standort Ravensburg unmittelbar vor dem Saisonstart: „Nach dem Gewinn der Meisterschaft sind die Erwartungen in Ravensburg sicherlich hoch und nicht geringer geworden. In der Mannschaft wurde ein Umbruch vollzogen, wir müssen dem Team Zeit geben.“

Michael Kreitl, Geschäftsführer vom ESV Kaufbeuren, über die bevorstehende Saison: „Uns ist wichtig, auf welche Art und Weise wir spielen. Sicherlich will man jedes Spiel gewinnen, aber das wird nicht der Fall sein. Die Frage ist: wie man verliert. Die Liga ist sehr ausgeglichen und wir wollen mindestens Platz zehn.“

Tomek Valtonen, Cheftrainer der Ravensburg Towerstars, zum Auftaktspiel vor heimischer Kulisse: „Die Jungs haben in der Vorbereitung hart gearbeitet und es ist stets ein Lernprozess. Klar ist: Jeder will den Meister schlagen, umso engagierter müssen wir auftreten.“

Andreas Brockmann, Cheftrainer ESV Kaufbeuren, zur Rolle des ESVK in der Saison 2019/2020: „Sicherlich sind mit dem Erfolg der letzten Jahre die Erwartungen gestiegen. Aber jeder muss sich vor Augen führen, wo man herkommt. Den Erfolg der letzten Jahre hat sich die Mannschaft hart erarbeitet. Unser primäres Ziel ist Platz zehn. Aber klar, will jeder weiter oben stehen.“

Vincenz Mayer, Towerstars-Kapitän, zur Rolle des amtierenden Meisters: „Wenn man der Gejagte ist, hat man etwas erreicht. Wir haben im Sommer ein neues Trainer- und Spielsystem sowie neue Spieler bekommen. Wir müssen zusammenwachsen und von Spiel zu Spiel denken.“

Julian Eichinger, ESVK-Kapitän, über seine neue Rolle im Team: „Nach der letzten Saison hoffe ich, dass ich verletzungsfrei durch die neue Spielzeit komme. Dass ich zum Kapitän ernannt wurde, macht mich stolz und ich freue mich über das Vertrauen. Ich hoffe, ich kann dies an die Mannschaft zurückgeben.“


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