24.10.2018, 13:04 Uhr

Entscheidung auf Bewährung Der EV Landshut hebt sieben Stadionverbote auf

Landshuter Fans beim 5:2-Erfolg über Memmingen am vergangenen Sonntag. (Foto:  Georg Gerleigner)Landshuter Fans beim 5:2-Erfolg über Memmingen am vergangenen Sonntag. (Foto: Georg Gerleigner)

Reaktion auf die bislang nicht verurteilten Eishockeyfans: Der EV Landshut setzt sieben Stadionverbote zur Bewährung über den Zeitraum von den nächsten fünf Heimspielen aus.

LANDSHUT Im Zuge der nochmaligen Aufarbeitung und Sondierung der Sachlage zum Thema ausgesprochene Stadionverbote, verbunden mit den Vorfällen im Spiel am 19. Januar 2018 in Deggendorf, teilt der EV Landshut am Mittwoch in einer Presseerklärung mit: „Unabhängig einer Bewertung der getätigten Aussagen der beteiligten Personen und der Aussagen im Polizeibericht durch uns, den EV Landshut, ist festzustellen, dass seit über einem halben Jahr die Ermittlungen, unter anderem auch die damit verbundenen Durchsuchungen, andauern.“

Eine Verurteilung der mit Stadionverboten belegten Personen sei trotz dieser langen Zeit nicht erfolgt. Auch und gerade aufgrund der Aufhebung alter langjährig ausgesprochener Stadionverbote der jüngsten Vergangenheit, in denen bis heute keine Verurteilung derjenigen betroffenen Personen stattgefunden habe, habe sich der EV Landshut entschlossen die Stadionverbote für die sieben betroffenen Personen für fünf Heimspiele des EV Landshut auf Bewährung ab dem 26. Oktober – also ab dem Derby gegen Rosenheim – auszusetzen.

„Es muss jedem bewusst sein, dass ein erneuter Verstoß weitreichende Konsequenzen – nicht nur für die betroffenen Personen selbst und die gesamte Fanszene – sondern auch für den EV Landshut nach sich ziehen wird. Der EVL ist sich der Tragweite seiner Entscheidung bewusst. Gleichzeitig möchten wir aber auch ein Zeichen setzen für ein Miteinander mit unseren Fans und rufen zu Fairness trotz bestehender Rivalität auf. Wir möchten damit zusätzlich die gesamte Fanszene des EV Landshut aufrufen und gleichzeitig mit in die Pflicht nehmen. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt und hat in unserem Stadion nichts verloren“, betont Ralf Hantschke, Geschäftsführer der EVL Spielbetriebs-GmbH.


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