30.09.2018, 20:25 Uhr

Die ACL Devils haben richtig vorgelegt Reichen 12 Punkte Vorsprung zum 19. Deutschen Meistertitel?

ACL-Kapitän Martin Smolinski (vorne) sammelte am Freitag 13 Punkte und freut sich aufs zweite Finale am Mittwoch, 3. Oktober, in Wittstock. (Foto:  Michael Eder)ACL-Kapitän Martin Smolinski (vorne) sammelte am Freitag 13 Punkte und freut sich aufs zweite Finale am Mittwoch, 3. Oktober, in Wittstock. (Foto: Michael Eder)

Es war der Abend der getauschten Startplätze und der C-Fahrer im Pech – beim ersten Finale zur diesjährigen Deutschen Speedway-Meisterschaft zwischen den AC Landshut Devils und den Wölfen aus Wittstock konnten die Gastgeber vor gut 2.100 Zuschauern mit 46:34 den Rückenwind des Heimvorteils in ein gutes Punktepolster für das Rückrennen am Mittwoch, 3. Oktober, in Wittstock umsetzen und zugleich Revanche für die einzige Saisonniederlage nehmen.

LANDSHUT „Es war uns klar, dass das eine schwierige Aufgabe werden würde, und wir hatten auf einen Sieg mit einem kleinen Vorsprung gehofft“, so Teammanager Klaus Zwerschina. „Dass es dann doch so deutlich ausgefallen ist, hatten wir nicht erwartet, freuen uns aber natürlich um so mehr. Natürlich hätten wir gerne in Heat 10 ein Rennen mit vier C-Fahrern gesehen anstatt der vielen Ausfälle durch Stürze, aber so ist der Speedwaysport. Natürlich hoffen wir, dass alle gestürzten Fahrer nicht allzu schwer verletzt sind und wünschen auf diesem Wege nochmals gute Besserung.“

Die Devils legten von Anfang an mit einem 4:2 von Leon Madsen und Valentin Grobauer gegen Michael Härtel und Rafal Okoniewski vor – der Däne mit großem Vorsprung und ungefährdet vorneweg. Es folgte ein 3:3 für Smolinski/Katt gegen Hansen/Mauer, bei dem der „Catman“ seinen Punkt eisern über die Ziellinie gegen Steven Mauer verteidigte. Mit dem nachfolgenden 2:4 aus Sicht der Gastgeber von Mark Riss gegen Kevin Wölbert und Mirko Wolter – Richard Geyer war nach einem Sturz, der auch Teamkollege Riss mitgerissen hatte, vom Rerun ausgeschlossen worden –, kamen die Gäste einmalig auf ein Unentschieden heran, bevor die Devils ihren Vorsprung ausbauten. Zwar gelang den Wölfen der ein oder andere Konter – so egalisierten sie das 5:1 der Devils in Heat 5 mit einem analogen Ergebnis in Heat 6, die bayerischen Teufel gaben die Führung jedoch nicht mehr aus der Hand.

Der kurioseste Lauf war Heat 10, das Aufeinandertreffen der C-Fahrer: Steven Mauer konnte aufgrund seines Sturzes am Ende von Heat 7 nicht mehr antreten. Stephan Katt fuhr vorneweg, Mirko Wolter und Richard Geyer stürzten beide. Geyer wurde ausgeschlossen, Mirko Wolter landete mit Verdacht auf Handgelenksbruch im Krankenwagen. Das bedeutete: Der Catman musste den Rerun alleine bestreiten, um die drei Punkte auch sicher heimzubringen. „Das mach‘ ich nie wieder“, war der anschließende Kommentar. Bei so einem Rennen alleine schwanke man, wie bei einsamen Trainingsrunden, beständig zwischen Überkonzentration und einem Mangel an Konzentration, da bestehe viel mehr die Gefahr, dass man einen Fehler macht, als unter der Anspannung des Renngetümmels…

Doch diese drei Punkte waren es auch, die den Devils erlaubten, sich endgültig von den Wölfen abzusetzen. Diese konnten zwar im darauffolgenden Heat durch den Einsatz von Rafal Okonewski als Taktische Reserve nochmals verkürzen, doch zwei aufeinanderfolgende 5:1 der Gastgeber machten die Sache letztlich klar. Heat 13 bot nochmal etwas „Drama“, da Ex-Devil Michael Härtel nach Frühstart den Rerun 15 Meter hinter der Startlinie antreten musste und Mark Riss sich, auf Position 2 liegend, zweimal in Kurven zu weit nach außen tragen ließ, was dem hinter ihm lauernden Mads Hansen beinahe die Tür geöffnet hätte.

Auffallend am Rennen war auch eine ausgiebige Nutzung der Möglichkeit zum Startplatztausch auf beiden Seiten – insgesamt sechs Mal in 14 Heats wurde hiervon Gebrauch gemacht, um dem jeweils stärkeren Fahrer den Vorteil einer besseren Startposition zu geben.

Die Devils haben den Wölfen also im ersten Showdown durch eine ausgeglichene Teamleistung die Krallen erst mal gestutzt. Nun heißt es, das Punktepolster am Mittwoch in Wittstock zu verteidigen, um die 19. Meisterschaft einzufahren. Für Kurzentschlossene – der Verein setzt wieder einen Fanbus ein, der am Mittwoch, 3. Oktober, um 2 Uhr morgens in Landshut startet und nach dem Rennen in Wittstock wieder die Heimreise antritt. Weitere Informationen finden sich auf der Facebook- und Internetseite des Vereins, Kontaktaufnahme ist über die Facebook-Seite möglich.


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