10.03.2018, 11:20 Uhr

Bayerbacherin holt Paralympics-Sieg Anna Schaffelhuber bleibt auch in Pyeongchang im Goldrausch!

Erster Start, erste Goldmedaille: Bei Anna Schaffelhuber läuft’s auch in Pyeongchang richtig gut. (Foto:  DBS)Erster Start, erste Goldmedaille: Bei Anna Schaffelhuber läuft’s auch in Pyeongchang richtig gut. (Foto: DBS)

Anna Schaffelhuber aus Bayerbach hat es wieder gepackt: Nach ihrem Fünffach-Triumph in Sotschi vor vier Jahren hat die 25-jährige Monoskifahrerin ihren sechsten Paralympics-Sieg geholt und ist in der Abfahrt im Jeongseon Alpine Centre zu Gold gerast. Die erste Medaille für die Deutsche Paralympische Mannschaft in Pyeongchang gewann Andrea Rothfuss mit Silber in der Startklasse der Damen stehend. Pech hatte hingegen Anna-Lena Forster, die auf Goldkurs liegend ausschied.

PYEONGCHANG/BAYERBACH „Ich bin unfassbar glücklich. Es kann sich kaum jemand vorstellen, wie ich mich fühle“, sagte Anna Schaffelhuber sichtlich erleichtert. Nach einem Fehler im mittleren Abschnitt habe sie im Ziel nicht gewusst, ob ihre Zeit von 1:33,26 Minuten überhaupt reichen würde. Doch zunächst schied Teamkollegin Anna-Lena Forster aus und direkt im Anschluss auch Mitfavoritin Claudia Lösch (Österreich). Als sich die Japanerin Momoka Muraoka (+ 1,49 Sekunden) und die Amerikanerin Laurie Stephens (+ 2,54) hinter Schaffelhuber einreihten, durfte die 25-Jährige vom TSV Bayerbach jubeln. Bereits am Sonntag geht es für die Niederbayerin im Super-G weiter – und sie will natürlich wieder auf dem Treppchen stehen...

„Der Druck und die Erwartungshaltung waren schon ziemlich hoch“, gab Schaffelhuber zu und schob direkt hinterher: „Doch das ist jetzt völlig weg. Ich wollte Gold in Pyeongchang holen, das ist mir gelungen. Diese Medaille bedeutet mir sehr viel.“ Ebenfalls lange Zeit bestens unterwegs war Schaffelhubers Teamkollegin Anna-Lena Forster. Die 22-Jährige vom BRSV Radolfzell lag bei beiden Zwischenzeiten vorne, führte sogar mit gut einer halben Sekunde, blieb dann allerdings an einem Tor hängen und schied aus. „Das ist sehr bitter. Ich hatte ein richtig gutes Gefühl und war schnell unterwegs. Doch dieses gute Gefühl nehme ich mit in die nächsten Rennen“, betonte Forster.

Bundestrainer Justus Wolf zog nach dem ersten Wettkampftag bei den Paralympics in Pyeongchang ein positives Fazit: „Das war ein Auftakt nach Maß und wir haben eine deutliche Steigerung zum Training gezeigt. Jetzt haben wir eine gute Ausgangslage für die nächsten Rennen. Für Anna war es ein großer Sieg, da sie schon unter Druck war und das super gemeistert hat. Schade, dass Anna-Lena nach Zwischenbestzeit ausgeschieden ist, doch ihre Leistung stimmt uns zuversichtlich. Zudem freuen wir uns über den zweiten Platz von Andrea.“


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