02.02.2018, 23:32 Uhr

Landshuter 6:3-Erfolg gegen Starbulls „Finale Furioso“ beschert dem EVL den Derbysieg gegen Rosenheim!


Mit einem spektakulären Heimsieg gegen Rosenheim hat der EV Landshut seine Fans verzückt – und die Meisterrunde der Oberliga Süd wieder richtig spannend gemacht. Die Starbulls liegen jetzt mit 80 Zählern nur noch zwei Punkte vor dem Deggendorfer SC (78) sowie je drei Zähler vor den punktgleichen Rot-Weißen und den Selber Wölfen (je 77).

LANDSHUT Was war das für ein verrückter Eishockey-Abend! Vor 3.947 Zuschauern lieferten sich Nieder- und Oberbayern ein packendes Oberliga-Topspiel, wobei die Gäste mehrfach die Entscheidung verpassten und dafür am Ende bitter bestraft wurden. Den besseren Start erwischte der EVL, der durch Stefan Reiter (9.) in Führung ging. Die Antwort der Starbulls ließ allerdings nicht allzu lange auf sich warten: Michael Baindl (12.) konnte wenig später ausgleichen.

Auch nach der ersten Pause ging es zunächst hin und her, wobei die Rosenheimer mehr vom Spiel hatten und Fabian Zick (30.) in Unterzahl durch einen Konter das 1:2 erzielte. Der 2:2-Ausgleich fiel etwas überraschend, war dafür umso schöner: Stefan Reiter traf mit einem sehenswerten Rückhandschuss ins obere rechte Eck!

Im Schlussdrittel gab es dann erstmal wieder lange Gesichter im Lager des EV Landshut: Die Gäste traten abgeklärt auf und nach dem 2:3 durch Chase Witala (45.) schienen die Oberbayern drauf und dran zu sein, den ersten Saisonsieg am Gutenbergweg einfahren zu können. Doch einige dicke Chancen wurden versiebt, allen voran Michael Fröhlich, dem EVL-Goalie Max Englbrecht mit einer sensationellen Parade den letzten Nerv raubte.

Quasi im Gegenzug traf Max Forster (52.) humorlos zum 3:3 – und blies damit zu ziemlich verrückten Schlussminuten. Exakt 129 Sekunden nach dem Ausgleich durch Forster stand es plötzlich 5:3 für den EVL und die Zuschauer auf den Rängen tobten. Per Doppelschlag trafen Stefan Reiter (erneut per Rückhandschuss) und Alexander Ehl (aus zentraler Position) in der 54. Minute. Als Viktor Lennartsson in der 58. Minute noch das halbe Dutzend vollmachte, war endgültig die Entscheidung gefallen.

Starbulls-Coach Manuel Kofler war nach der Partie bedient: „Das war ein Spiel, das wir niemals verlieren dürfen. Vor allem im zweiten Drittel hat alles gepasst. Wir haben es aber versäumt, nach dem 3:2 nachzulegen und unsere kapitalen Chancen zu nutzen. Dann war plötzlich der Wurm drin. Das wird uns eine Lehre sein. Jetzt werden wir am Sonntag gegen Peiting die drei Punkte ziehen.“

Glücklich war auf der anderen Seite EVL-Trainer Axel Kammerer: „Das war ein sehr gutes Spiel von beiden Seiten. Nach dem 3:2 hat uns Max Englbrecht gerettet und mit einem ,Finale Furioso‘ haben wir das Spiel gedreht. Wir haben heute ein grandioses Spiel gemacht und einen großen Sieg gefeiert. Allerdings hatten wir auch das nötige Glück, das man braucht, um einen Hochkaräter wie Rosenheim zu schlagen.“

Am Sonntag, 4. Februar, muss der EVL um 18 Uhr auswärts bei den Selber Wölfen ran – und am kommenden Freitag, 9. Februar, steigt dann in Rosenheim das Meisterrunden-Rückspiel gegen die Starbulls, ehe am Sonntag, 11. Februar, um 18 Uhr Selb am Gutenbergweg Station macht.


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