07.12.2017, 08:47 Uhr

Als Tabellenführer in die Pause? Baskets Vilsbiburg wollen gegen Herzogenaurach zurück in die Erfolgsspur

Baskets-Kapitän Michael Mayr (am Ball) möchte „Weihnachtsmeister“ werden. (Foto:  Birgit Schmideder)Baskets-Kapitän Michael Mayr (am Ball) möchte „Weihnachtsmeister“ werden. (Foto: Birgit Schmideder)

Den Nimbus der Unbesiegbarkeit haben die Baskets Vilsbiburg am vergangenen Wochenende nach zuletzt zehn Siegen in Folge verloren. Mit 62:91 musste man sich Gotha nach einem katastrophalen Schlussviertel geschlagen geben. Zum letzten Heimspiel des Jahres empfangen die Vilsbiburger Korbjäger am kommenden Sonntag (Spielbeginn 16 Uhr) die Longhorns aus Herzogenaurach.

VILSBIBURG Ein Blick auf die jüngsten Ergebnisse des Sonntagsgegners zeigt, dass die Partie für die Baskets alles andere als ein Selbstläufer werden dürfte. Bei den knappen Niederlagen gegen Treuchtlingen (71:74) und Rosenheim nach Verlängerung (81:91), aber auch beim 83:79-Sieg gegen OSB Hellenen München zeigte das Team von Trainer Benedikt Aumeier, dass es jedem Gegner Kopfzerbrechen bereiten kann. Im Derby gegen Treuchtlingen zeigte man zudem Moral und ging nach einem zwischenzeitlichen 18-Punkte-Rückstand im Schlussabschnitt sogar nochmals in Führung. Routinier und Longhorns-Urgestein Mike Kaiser ist auch in dieser Saison bester Punktesammler bei den Gästen (13,9 Punkte pro Spiel). Mit Daniel Krause (12,6) und Patrick Horstmann (13,2) stehen ihm seit dieser Saison zwei bundesliga-erfahrene Spieler zur Seite die mit Stefan Dinkel, Ben Gahlert und Vedran Nakic das Grundgerüst des Kaders bilden. Hinzu kommen einige talentierte Nachwuchsspieler vom ProA-Kooperationspartner aus Nürnberg.

Umso erstaunlicher ist es, dass sich Herzogenaurach aktuell mit erst zwei Siegen bei neun Niederlagen (Tabellenplatz 12) im Abstiegskampf befindet. „Das Leistungsvermögen von Herzogenaurach und der aktuelle Tabellenplatz passen in meinen Augen nicht zusammen, da sie einen sehr ausgeglichenen Kader mit unglaublich viel Erfahrung haben. Doch wir konzentrieren uns am Sonntag nur auf unser Spiel. Wenn wir aus unseren Fehlern in Gotha lernen und wieder anfangen, den Ball besser zu bewegen, sind wir vor unserer fantastischen Heimkulisse nur sehr schwer zu schlagen“, so Prote.

In Gotha konnten die Vilsbiburger trotz einer desolaten Wurfquote aus der Distanz (14,7 Prozent) das Spiel lange offen halten. Erst im Schlussabschnitt brachen die Niederbayern komplett auseinander und mussten diesen mit 8:34 abgeben. Vor allem das Reboundverhalten, aber auch das Passspiel in der Offensive kam komplett zum Erliegen. Ein Blick auf den Statistikbogen bestätigt den Eindruck: 40 Rebounds (Gotha hatte 64, davon 22 Offensivrebounds) und 11 Assists (Gotha 26) waren in einem Spitzenspiel einfach zu wenig.

„Wir wollten das Spiel im Schlussabschnitt durch Einzelaktionen drehen. Das ist absolut nicht unser Spiel und erklärt auch, warum wir nur acht Punkte gemacht haben. Wenn wir den Ball bewegen und immer wieder den freien Mann suchen, sind wir nur sehr schwer zu verteidigen. Das muss uns am Sonntag gegen Herzogenaurach wieder gelingen“, blickt Youngster Mike Theisinger zuversichtlich auf das letzte Heimspiel des Jahres. Für die Baskets wird das Spiel keins wie jedes andere. Sonntag waren die Spieltage, an denen der vergangene Woche völlig überraschend verstorbene Athletiktrainer Jörgis Carl mit auf der Spielerbank saß. Die Zuschauer erwartet im letzten Heimspiel vor der Weihnachtspause ein sehr emotionales Match, zumal auch vor der Partie eine Schweigeminute geplant ist.


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