06.12.2017, 09:57 Uhr

Was für ein schmerzhaftes Missgeschick Erich Winkler zwickt sich kleinen Finger ab!

Nach der Operation im Achdorfer Krankenhaus war Erich Winkler schon wieder positiv gestimmt. Foto: privat  (Foto:  privat)Nach der Operation im Achdorfer Krankenhaus war Erich Winkler schon wieder positiv gestimmt. Foto: privat (Foto: privat)

Erich Winkler wollte im letzten Rennen des Europacups in Manchester nochmal richtig angreifen. Auch wenn es nicht seine Paradestrecke ist, hatte der Geisenhausener vor, zum Abschluss des Wettbewerbs abermals alles zu geben. „Ein Erfolg zum Abschluss – daran habe ich gedacht“, erinnert sich der Paracycler. „Doch beim Warmfahren zum 1.000-Meter-Rennen auf der Rolle brachte ich den kleinen Finger in das Gelenk meiner Beinprothese und zwickte mir ungefähr einen Zentimeter des Fingers ab.“

MANCHESTER/GEISENHAUSEN Winkler kann mit ein paar Tagen Abstand schon wieder etwas schmunzeln und sagt: „Wenn man sowieso nur eine Hand hat, ist das nicht unbedingt die beste Aktion. Ich hätte die Hand nicht gedankenlos herunterhängen lassen dürfen. Ratz-fatz war der Finger weggezwickt.“

Das Rennen war danach natürlich gelaufen, vielmehr ging es um eine vernünftige Behandlung. Die Erstversorgung in der Halle sei gut gewesen. Doch die weiteren Versorgungsmöglichkeiten in Manchester – man wollte den Niederbayer nicht am gleichen Tag operieren – waren nicht optimal. „Darum bin ich am nächsten Tag heimgeflogen, um in der Handchirurgie des Achdorfer Krankenhauses den Rest des kleinen Fingers zu retten“, so Winkler zum Wochenblatt. „Das hat sehr gut funktioniert.“

Nach drei Tagen war der Geisenhausener schmerzfrei und durfte am vierten Tag das Krankenhaus wieder verlassen. Winkler, der als Reha-Sportlehrer bei den Landshuter Werkstätten arbeitet: „Optisch ist es besser als gedacht. Es hätte wohl auch noch schlimmer kommen können.“ Am kommenden Montag werden laut Winkler die Fäden gezogen „und dann schauen wir uns den Finger mal an. Dass mir nichts wehtut, ist ein gutes Zeichen.“ In der kommenden Woche möchte der Paracycler auch wieder aufs Rad steigen – zumindest daheim auf der Rolle – und ein bisschen ins Fitness-Studio gehen. „Ich möchte langsam wieder mit dem Training beginnen.“ Aufgrund der schlechten Witterung werde er aber wohl verstärkt auf die heimische Rolle steigen müssen. Winkler: „Da passe ich auf meine Hand aber besser auf!“

Immerhin hat der Geisenhausener den Zeitpunkt für die Verletzung gut „gewählt“. Winkler: „Da ich schon für die Weltmeisterschaft qualifiziert bin, kann ich noch etwas kürzer treten und mich in Ruhe auskurieren.“ Um dann im Frühjahr wieder voll anzugreifen...


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