05.07.2019, 17:59 Uhr

Wetter spielt wichtige Rolle Deutsche Einzelmeisterschaft 2019 in Abensberg – Martin Smolinski will seinen Titel verteidigen

(Foto: MSC Abensberg)(Foto: MSC Abensberg)

Gerade erst ging in Abensberg die Vorrunde der Speedway-Grand-Prix-Qualifikation mit dem überragenden Sieg des deutschen Meisters im Speedway und Langbahnweltmeisters zu Ende, da steht auch schon das nächste Highlight auf dem Programm.

ABENSBERG Am Sonntag, 14. Juli, trägt der MSC Abensberg die Deutsche Einzelmeisterschaft 2019 aus. Dazu werden alle Größen des Bahnsports in Deutschland erwartet. Martin Smolinski (34) will natürlich seinen Titel verteidigen und zum insgesamt siebten Mal Meister werden. Bereits einen Tag zuvor, am Samstag, 13. Juli, richtet der MSC den dritten Lauf der ADAC-Bayerncup-Nachwuchsserie aus. Hier sind die Babonen wie schon in den vergangenen Jahren mit einem eigenen Team am Start.

Der Rennleiter des MSC Abensberg, Sascha Dörner, kann sich nicht erinnern, ob in Abensberg schon einmal eine Deutsche Meisterschaft ausgefahren wurde. Heuer ist es auf jeden Fall soweit. Nach dem traditionellen Termin mit der Grand Prix-Quali am Pfingstmontag steht nun also am 14. Juli schon ein weiterer Sandbahn-Leckerbissen an. „Wir haben uns dafür beworben und wir haben den Zuschlag bekommen“, berichtet Dörner. Nun erwartet der MSC Abensberg also die 16 besten deutschen Speedwaypiloten zum großen Rennen um den Meistertitel.

Martin Smolinski, der vor wenigen Wochen an Pfingsten noch alles in Grund und Boden gefahren hat, wird natürlich dabei sein. Schließlich ist er Titelverteidiger und mit sechs Titeln seit seiner Meisterschaft im vergangenen Jahr auch Rekordmeister. Bei seinem Triumph 2018 hat er Egon Müller überholt. Der brachte es von 1979 bis 1985 auf fünf Meisterschaften. Smolinski fuhr seine erste Meisterschaft übrigens vor zwölf Jahren ein. Der Olchinger, der auch Vereinsmitglied beim MSC Abensberg ist, wird die Wildcard des Veranstalters erhalten. Auch der DMSB (Deutscher Motor Sport Bund) kann drei Wildcards vergeben.

Viele der deutschen Topfahrer werden in Abensberg an den Start gehen. Neben Kai Huckenbeck und Valentin Grobauer werden sicher auch Erik Riss, Max Dilger und Kevin Wölbert kommen. Lukas Finhage wird wahrscheinlich ebenfalls dabei sein. Die Zuschauer können sich auf eine Mischung aus erfahrenen Recken und jungen Topfahrern freuen. Mit Norick Blödorn (15) erwartet man zudem das nach Meinung vieler derzeit größte Talent im deutschen Bahnsport.

Die Reserveplätze vergibt der MSC Abensberg. Hier wird einer laut Dörner an den Abensberger Bayerncup-Fahrer Maxi Troidl gehen. „Der soll bei den Großen mal hineinschnuppern.“

Eine Aussage über erwartete Zuschauerzahlen für die Deutsche Meisterschaft zu treffen, ist für Sascha Dörner sehr schwierig. „Unser traditioneller Termin ist der Pfingstmontag. Uns was wir da an Zuschauerzuspruch und an sportlichen Highlights erlebt haben, das war schon überragend.“ Dennoch werde man bereits auf die Deutsche Meisterschaft angesprochen, auch von Leuten, die kaum etwas mit Motorsport am Hut haben. „Im Paket mit dem Bayerncup am Samstag, den 13. Juli und nach dem Sieg von Smolinski an Pfingsten sollte schon Interesse vorhanden sein.“ Natürlich wir auch das Wetter eine Rolle spielen, zu heiß sollte es auf keinen Fall sein.

Für die Abensberger Funktionäre steht nun innerhalb von wenigen Woche das zweite große Rennwochenende an. „Das geht nahtlos weiter, alle sind motiviert und das, obwohl wir mit dem Umbau der Bahn heuer ja wirklich schon sehr viel zu tun hatten“, lobt Sascha Dörner sein Team. Auch Lokalmatador Martin Smolinski freut sich auf seinen nächsten Auftritt auf der Abensberger Sandbahn. „Er sagte mir, dass er heuer wohl zum ersten Mal bei uns auch gewonnen hat. Er war schon oft hier und immer mal wieder vorne mit dabei, aber für den Sieg hatte es bisher nicht gereicht“, berichtet Dörner.

Einen Tag vor der Deutschen Meisterschaft treffen sich in Abensberg die Teams des ADAC-Bayerncups zum dritten von insgesamt vier Rennen. Neben den Lokalmatadoren aus Abensberg treten der MSC Olching, der AC Landshut und das neue Team vom BBM München an. Eigentlich sollte in Abensberg bereits das Finale stattfinden, jedoch wurde das Rennen in Olching wegen Regens auf September verlegt und so sehen die Zuschauer in Abensberg nun den dritten Wettbewerb der jungen Talente. Die jungen Fahrerinnen und Fahrer starten in vier Alters- und Maschinenklassen. Die jüngsten auf ihren 50-Kubik-Maschinen sind gerade sechs bis zehn Jahre alt. „Der Wettbewerb ist in erster Linie ein Training unter Rennbedingungen, aber natürlich wollen die Mädchen und Jungs auch gewinnen“, so Dörner.

Rennstart ist beim Bayerncup am 13. Juli um 13 Uhr, Fahrervorstellung um 12.45 Uhr. Bereits um 12.30 Uhr findet eine Reifenwechsel-Challenge statt. Der Eintritt zum Bayerncup ist frei. Die Deutsche Meisterschaft am 14. Juli beginnt mit dem Training um 10.30 Uhr. Die Fahrervorstellung ist um 13.30 Uhr. Der erste Lauf beginnt um 14 Uhr. Eintrittskarten gibt es am Stadion zu erwerben.


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