29.01.2018, 17:29 Uhr

Judo Raffaela Igl holt sich die Goldmedaille in Altenfurt

Laura Harroider (links) mit rotem Zusatzgürtel gegen ihre Vereinskameradin Raffaela Igl. (Foto: Anton Igl/privat)Laura Harroider (links) mit rotem Zusatzgürtel gegen ihre Vereinskameradin Raffaela Igl. (Foto: Anton Igl/privat)

Nachdem Judo-Cheftrainer Jürgen Öchsner schon am Samstag in eigener Halle die U18 betreute, machte er sich mit den jüngsten des Jahrgangs der Junioren (U21) am Sonntagmorgen, 28. Januar, auf den Weg nach Altenfurt, um dort die Athleten ebenfalls bei den Bayerischen Entscheidungen zu Unterstützen.

ABENSBERG Und es gelang, bis auf zwei Babonen konnten sich alle für die Süddeutschen Entscheidungen am 18. Februar in Heilbronn eindrucksvoll mit einem Titel, drei Bronzemedaillen und einem fünften Platz qualifizieren. Für Sascha Laschet der bis 81 Kilo startete und Shirzad Ahlizay (bis 60 Kilo) war nach der zweiten Runde Schluss. Beide verloren ihre Auftaktkämpfe, nehmen aber sehr viel Erfahrung in die kommenden Trainingseinheiten mit.

Und wie schon im Vorbericht erwähnt, zeigte Raffaela Igl als startberechtigter U18-Jahrgang den Junioren, wie es geht! Im Pool A machte die 70-Kilo-Athletin mit ihren drei Kontrahentinnen kurzen Prozess und gewann alle Kämpfe mit Ippon (voller Punkt) vorzeitig. Für diese drei Duelle brauchte sie insgesamt circa drei Minuten. Im Halbfinale traf Raffaela nun auf ihre Vereinskameradin Laura Harroider, die im Pool B mit zwei gewonnenen Kämpfen den zweiten Platz belegte. Nach einem Übergang vom Stand zum Boden setzte Raffaela eine Würgetechnik an und zwang dadurch Laura zur Aufgabe. Somit schlugen für Laura Harroider die Bronzemedaille und die Qualifikation zu Buche. Raffaela durfte nun im Finale gegen die zwei Jahre ältere Lokalmatadorin Yvonne Grünewald antreten. Raffaela brauchte zwar die volle Kampfzeit von vier Minuten, war aber immer Herrin der Lage und so konnte sie Yvonne am Schluss mit einem Haltegriff besiegen. Als Trainerin am Mattenrand von Yvonne stand keine geringere als die Mutter, Elisabeth „Elli“ Grünewald, Vizepräsidentin im BJV (Bayerischer Judoverband), verantwortliche für die Abteilung Leistungssport. Von dieser nahm Raffaela auch bei der Siegerehrung anerkennend die Goldmedaille entgegen.

Beim ersten Duell wurden Franz Huber (bis 73 Kilo) gleich eine der ersten Regeländerungen zum Verhängnis. Bei einem Angriff des Gegners wollte er diesen übernehmen und Kontern, dabei vielen beide gleichzeitig hin. Hier sagt das neue Reglement keine Wertung zu geben, die Kampfrichter sahen es anders und gaben die Wertung gegen Huber. Franz ließ sich deswegen nicht aus der Ruhe bringen und beendete die anderen 3 Duelle alle vorzeitig mit vollem Punkt (Ippon). Einen davon sogar nach knapp zehn Sekunden, sehr sehenswert! (Innenschenkelwurf). Dritter Platz und damit Bronze und die Quali. Fabian Popitschko (bis 66 Kilo) velor den Kamp um den Einzug ins Finale gegen Nikolas Menzl aus Neutraubling und stetiger Trainingspartner in Abensberg. Fabian gewinnt dann das Bronzeduell gegen Rami Pangerl aus Großhadern ebenfalls mit einem sehr sehenswerten Innenschenkelwurf! Der zweite junge Babone (bis 66 Kilo) Konstantin Weinmann, macht gleichfalls drei tolle Kämpfe und setzt sich auch gegen ältere und erfahrene Athleten mit tollen Techniken durch. Jedoch muss er gegen den deutlich überlegenen Menzl eine Niederlage hinnehmen. Im Kampf gegen Tim Himmelspach um die Bronzemedaille muss er abermals eine Niederlage, aber gegen einen wesentlich älteren und auch schon Bundesligaerfahrenen Athleten aus Altenfurt hinnehmen. Trotz alle dem ein supertolles Ergebnis für die noch jungen Athleten in der neuen Altersklasse.


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