26.12.2018, 16:29 Uhr

Dritte Niederlage in Folge Freising unterliegt Amberg 5:9

(Foto: 123RF)(Foto: 123RF)

Kleiner Kader und viele Strafen – so ist Siegen schwer möglich

FREISING Der Zug in Richtung Aufstiegs- oder Verzahnungsrunde mit der Bayernliga war für die Eishockeyspieler der Black Bears Freising schon vor Wochen durch unnötige Niederlagen abgefahren. Dennoch wollte die Truppe von Trainer Markus Knallinger auch die letzten Spiele der Vorrunde anständig absolvieren. Doch in Amberg beim Tabellenzweiten gab es die dritte Niederlage in Folge.

Die Vorzeichen vor der Fahrt in die Oberpfalz standen nicht sonderlich gut: Rentsch und Schulz gesperrt, Kühnl und Kröger krank und verletzt, einige nahmen schon ihren Weihnachtsurlaub und die ansonsten prima aushelfenden U20-Nachwuchsspieler hatten selbst ein wichtiges Match. So traten die Bears mit zwei Torhütern und nur neun Feldspielern in der prächtig gefüllten und stimmungsvollen Amberger Eishalle an.

Beide Teams spielten zunächst schnell und fair, Amberg zählt trotz des zweitbesten Sturms und der besten Abwehr in der Liga zu den Teams, die auf eigene Spieler und keine Legionäre setzt. Beim 1:0 durch Martin Dürr hatte Amberg Überzahl, Armin Dünzl bediente den besten Bears-Stürmer klasse. Die „Wildlions“ antworteten mit wütenden Angriffen, zwischenzeitlich drückend überlegen, aber es fehlte die Präzision, zudem hielt Johannes Sedlmeier glänzend. So reichte es für die Hausherren nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Ein Powerplay der Freisinger verwertete Felix Kammermeier dann schon nach 9 Sekunden zum 2:1, dabei blieb es bis zur Pause.

Aus dieser kamen die Amberger sehr konzentriert und wesentlich zielstrebiger zurück, bei Freising klappte nun wenig. Nach drei Minuten der Ausgleich durch Daniel Vlach, danach ging es nur noch in eine Richtung: auf den Freisinger Kasten. Sehenswerte Amberger Kombinationen sorgten in der 29., 33. und 35 Minute für drei weitere Treffer und den Zwischenstand von 5:2. Das zweite Drittel ging mit 4:0 an die Gastgeber, Freising konnte selbst einen Penalty nicht für ein eigenes Erfolgserlebnis nutzen.

Das bis dahin tolle und faire Spiel wurde im letzten Spielabschnitt sehr ruppig, beide Teams schenkten sich nichts bei den Fouls, wofür auch die gemeinsam verhängten 74 Strafminuten sprechen. Der erste mit einer großen Strafe war Bears-Verteidiger Anton Münzhuber, den Stockstich hatten allerdings nur die beiden Schiedsrichter gesehen. Trotzdem erhielt er 5 Minuten plus eine Spieldauerstrafe. Da aber Amberg fast gleichzeitig fünf Zwei-Minuten-Strafen kassierte, konnten sie kein Kapital schlagen. Stattdessen nutzte der wirklich prächtig aufspielende Dürr den Platz auf dem Eis und netzte in der 44. Minute innerhalb von 18 Sekunden zwei Mal ein zum 5:4 – Freising war plötzlich wieder dran. Nun stand das Spiel auf der sprichwörtlichen Messerschneide, die Bears wollten den Ausgleich, Amberg den nächsten Heimsieg. Nach dem glücklichen 6:4 in der 56. Minuten warfen die Freisinger alles nach vorne, dem folgte schnell das 7:4. Eine zweite Matchstrafe gegen Freising, dieses Mal berechtigt für einen Stockschlag durch Kapitän Bernhard Weinzierl, machte alle weiteren Hoffnungen zunichte. Coach Knallinger konnte jetzt nur noch eine komplette Reihe aufs Eis schicken, im Powerplay folglich auch das 8:4. Dass die Moral im Team in Takt ist zeigte André Oesterreich mit dem zweiten Freisinger Unterzahltor. Den Schlusspunkt setzten die Amberger 26 Sekunden vor dem Ende zum 9:5.


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