13.06.2018, 16:06 Uhr

Daumen drücken Wird Titeltraum für Profiboxer Serge Michel wahr?

Der Traunreuter Olympiateilnehmer boxt am Samstag, 16. Juni, um die Internationale Deutsche Meisterschaft und er wird Botschafter im Kampf gegenMukoviszidose.

TRAUNREUT/MÜNCHEN Einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere möchte der Traunreuter Faustkämpfer Serge Michel, der Deutschland bei Olympia in Rio de Janeiro vertreten hat, erfolgreich absolvieren. Am Samstag, 16. Juni, matcht sich der Box-Halbschwergewichtler in seinem ersten Profi-Titelkampf mit dem Armenier Armenak Hovhannisyan um die Internationale Deutsche Meisterschaft im BallhausForum des Infinity in Unterschleißheim. Sport1 überträgt live ab 20 Uhr.

Aber nicht nur boxerisch sorgt der Traunreuter für Schlagzeilen: Der Kämpfer mit dem großen Herzen wird auch Schutzengel der Mukoviszidose Stiftung. Zusammen mit Alfons Schuhbeck, der auch live am Ring Serge Michel die Daumen drückt, und Alfred Kirr (Direktion DVAG) wird an diesem Abend ein handsigniertes Bayern-Trikot zugunsten der Stiftung verlost. „Jeder Euro in die Forschung ist bestens investiert. Ich hoffe sehr, dass bei der Verlosung des Bayern-Trikots an dem Abend viel Geld zusammenkommt. Jeder, der einen Betrag von mindestens fünf Euro spendet, kann an der Verlosung teilnehmen“, so der Traunreuter Boxer.

Aufmerksam wurde Serge Michel auf die Stiftung durch eine Anzeige im letzten Programmheft seines Promoters beim Kampfabend in Braunlage, als Alexander Petkovic und Nadine Rasche das Engagement von Daniel Kemp unterstützten, der zu Beginn des Jahres das Lied „Leben“ und ein Musikvideo für seine Tochter, stellvertretend für alle Betroffenen, veröffentlicht hat. Ein TV-Bericht bei Brisant hat ihn in seinem Entschluss zu helfen, weiter bestärkt.

Serge Michel, Vater von drei gesunden Kindern und mit einer eigenen Geschichte aus vergangenen Zeiten, weiß wie sehr die Geburt von Kindern das Leben verändert:

„Prioritäten verschieben sich und man übernimmt Verantwortung, nicht nur für sich selbst, sondern auch für Andere,“ sagt Michel heute. „Durch meine Familie, aber vor allem durch meine Frau und meine Kinder bin ich ein ganz anderer Mensch geworden.“ Sein Weg führte ihn nun schnurstracks zu Daniel Kemp, Vater des siebenjährigen Mädchens Mathilda, die an Mukoviszidose erkrankt ist. Dieser sammelt seit 2014 bei vielen Veranstaltungen Geld, das benötigt wird, um die Forschung zu unterstützen, damit diese unheilbare und tödliche Krankheit irgendwann heilbar wird. Kemp: „Das ist die Hoffnung aller Eltern von Kindern mit Mukoviszidose und den Betroffenen.“ Es soll aber nicht bei einer Aktion bleiben.

(Foto: privat)

„Als offizieller Botschafter und Schutzengel des Vereins werde ich mich weiterhin für die Stiftung einsetzen. Alle zusammen können wir viel erreichen“, so Michel.


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