12.11.2020, 09:15 Uhr

Im Alter von 81 Jahren Der „Würger von Regensburg“ stirbt in Straubinger JVA

Serienmörder Horst David aus Regensburg schrieb deutsche Kriminalgeschichte. Foto: ArchivSerienmörder Horst David aus Regensburg schrieb deutsche Kriminalgeschichte. Foto: Archiv

Der siebenfache Frauenmörder Horst David schrieb deutsche Kriminalgeschichte

Straubing/Regensburg. Die Aufklärung des Mordes an der Prostituierten Fatima G. markierte 1994 einen Meilenstein der deutschen Kriminalgeschichte. Mit Hilfe des damals neuartigen automatisierten Fingerabdruckidentifizierungssystems (AFIS) konnte der Maler Horst David aus Regensburg überführt werden. Im Laufe der Ermittlungen gestand der gebürtige Breslauer dann insgesamt sieben Morde an Prostituierten und Rentnerinnen. Finanzielle Aspekte sollen dabei stets das Motiv gewesen sein.

Ermittler gehen bis heute davon aus, dass noch weitere Morde auf das Konto Davids gehen. So hatte der Serienmörder mehrere später gestandene Taten zunächst so getarnt, dass von Haushaltsunfällen ausgegangen wurde.

Im Dezember 1995 wurde der „Würger von Regensburg“ vom Münchner Landgericht zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. 25 Jahre hat er in der Justizvollzugsanstalt Straubing verbracht. Dort starb der Serienmörder nun am Sonntag im Alter von 81 Jahren.

David soll schon länger gesundheitlich angeschlagen gewesen und auf der Krankenstation untergebracht gewesen sein. Die genaue Todesursache werde nun in einer Obduktion untersucht. Frühestens im Jahr 2023 hätte David aus der Haft entlassen werden können.


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