12.04.2019, 12:30 Uhr

Sicherheitsgespräch bei der Stadt Straubing „Subjektives Sicherheitsgefühl weiter stärken“

(v.l.n.r) Kriminaloberrat Markus Häffner, stv. Leiter KPI Straubing, Polizeikommissar Simon Meindl, Polizeipräsidium Niederbayern, Polizeidirektorin Annette Haberl, Leiterin PI Straubing, Polizeivizepräsident Manfred Jahn, Oberbürgermeister Markus Pannermayr,Polizeipräsident Herbert Wenzl, Karin Meyer, Öffentliche Ordnung, Alfons Bielmaier, Straßenverkehr, Melissa Leitl, Asyl, Migration und Integration (Foto: Stadt Straubing)(v.l.n.r) Kriminaloberrat Markus Häffner, stv. Leiter KPI Straubing, Polizeikommissar Simon Meindl, Polizeipräsidium Niederbayern, Polizeidirektorin Annette Haberl, Leiterin PI Straubing, Polizeivizepräsident Manfred Jahn, Oberbürgermeister Markus Pannermayr,Polizeipräsident Herbert Wenzl, Karin Meyer, Öffentliche Ordnung, Alfons Bielmaier, Straßenverkehr, Melissa Leitl, Asyl, Migration und Integration (Foto: Stadt Straubing)

Am Mittwoch überreichte Polizeipräsident Herbert Wenzl den Sicherheitsbericht 2018 an Oberbürgermeister Markus Pannermayr

STRAUBING Die Gesamtkriminalität, ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße, stieg in Straubing im Vergleich zum Vorjahr um 366 auf insgesamt 3.815 Fälle an. Dies bedeutet eine Steigerung um 10,6 %.

Um die Kriminalitätsbelastung vergleichbar darzustellen, wird die sogenannte Häufigkeitszahl verwendet. Diese errechnet sich aus den angezeigten Straftaten pro Jahr, gerechnet auf 100.000 Einwohner. Für die Stadt Straubing ergab sich eine Erhöhung der Häufigkeitszahl (ohne ausländerrechtliche Verstöße) um 9,6 %, von 7.316 auf 8.017. Die Aufklärungsquote (ohne ausländerrechtliche Verstöße) lag bei 66,1 % und damit leicht unter dem niederbayerischen Wert von 68,2 %, aber über dem gesamtbayerischen Wert von 64,5 %.

Ein erneuter Rückgang war im Bereich der Gewaltkriminalität von 154 angezeigten Delikten im Vorjahr auf 149 Delikte (-3,2 %) im Berichtsjahr zu verzeichnen.

Gestiegen sind dagegen die Fallzahlen im Bereich der Straßen- und Diebstahlskriminalität. Zur Straßenkriminalität werden alle Straftaten die im öffentlichen Raum begangen werden gezählt. Dabei wurden im Vergleich zum Vorjahr 304 Fälle mehr zur Anzeige gebracht (+ 42,0 %). Wobei hier anzumerken ist, dass 2017 in diesem Bereich der niedrigste Wert der letzten zehn Jahre vorlag. Die aktuelle Steigerung ist in erster Linie einer Serie von Sachbeschädigungsdelikten an Kraftfahrzeugen auf dem Großparkplatz Am Hagen und einer Reihe von Graffiti-Schmierereien geschuldet. Beide Serien konnte durch die PI Straubing geklärt werden. Auch bei den Fallzahlen der Diebstahlskriminalität ist ein Anstieg zu verzeichnen. Waren es 2017 noch 1.151 angezeigte Fälle, wurden im Berichtsjahr 225 Delikte (+19,5 %) mehr verzeichnet. Einen merklichen Rückgang gab es dagegen im Bereich der Wohnungseinbruchdiebstähle; hier ging die Zahl der registrierten Delikte von 31 (2017) auf 14 zurück, dies entspricht einem Minus von 54,8 %.

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität war ein Anstieg um 16,3 % auf 364 angezeigte Fälle zu verzeichnen. Dabei handelt es sich überwiegend um sogenannte Kontrolldelikte, d. h. es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Fallaufkommen und den polizeilichen Kontrollerfolgen.

Im Stadtgebiet wurden 2018 insgesamt 1.683 Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen. Dies stellt einen leichten Anstieg um 3,0 % zum Vorjahr dar. Leider war auch im Jahr 2018 ein Verkehrstoter zu beklagen (2017: ebenfalls ein Verkehrstoter). Ein deutlicher Rückgang ist im Bereich der Alkoholunfälle zu verzeichnen; diese gingen von 21 (2017) auf 11 im Jahr 2018 zurück (-47,6 %). Bei den Geschwindigkeitsunfällen ging die Zahl um 31,0 % zurück, dagegen stieg die Zahl der Fahrradunfälle (incl. Pedelecunfälle) im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 101 an. Die Zahl der Wildunfälle war mit 100 gegenüber 113 im Jahr 2017 leicht rückläufig.

Zum Abschluss des Gespräches betonte Polizeipräsident Herbert Wenzl, dass die objektive Sicherheitslage in Niederbayern als hervorragend bezeichnet werden kann.

Ziel sei es, auch weiterhin alles daran zu setzen, die objektive Sicherheit weiter zu erhöhen und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung weiter zu stärken.


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