25.03.2019, 10:49 Uhr

Polizeispitze informiert Landrat Hervorragendes Sicherheitsniveau in der Region

Die Teilnehmer am Sicherheitsgespräch im Landratsamt Straubing-Bogen. Sitzend v. l. PR´in Inge Roith, PP Herbert Wenzl, Landrat Josef Laumer, PVP Manfred Jahn, EPHK´in Daniela Neumayer. (Foto: Polizei)Die Teilnehmer am Sicherheitsgespräch im Landratsamt Straubing-Bogen. Sitzend v. l. PR´in Inge Roith, PP Herbert Wenzl, Landrat Josef Laumer, PVP Manfred Jahn, EPHK´in Daniela Neumayer. (Foto: Polizei)

Polizeipräsident Herbert Wenzl überreichte den Sicherheitsbericht 2018 für den Landkreis Straubing-Bogen an Landrat Josef Laumer.

STRAUBING Die Gesamtkriminalität, ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße, sank im Landkreis Straubing-Bogen um 187 auf insgesamt 2.332 Fälle. Dies bedeutet einen Rückgang von 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Ein wichtiger Index für die „Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung“ ist die sog. Häufigkeitszahl. Sie gibt die Anzahl der erfassten Straftaten im Jahr, gerechnet auf 100.000 Einwohner, wieder. Mit einer Häufigkeitszahl (ohne ausländerrechtliche Verstöße) von 2303 weist der Landkreis Straubing-Bogen im niederbayern- und sogar bayernweiten Vergleich einen Spitzenwert auf (Niederbayern: 3.541). Die Aufklärungsquote (ohne ausländerrechtliche Verstöße) liegt im Landkreis Straubing-Bogen mit 68,6 % leicht über dem niederbayerische Wert von 68,2 % und deutlich über dem gesamtbayerischen Wert von 64,5 %.

Im Bereich der Gewaltkriminalität sank die Anzahl der bekannt gewordenen Fälle auf 61 Fälle (2017: 80). Hauptursächlich für diesen Rückgang ist ein geringeres Fallaufkommen bei den gefährlichen Körperverletzungen. Auch niederbayernweit ist ein Rückgang im Bereich der Gewaltkriminalität festzustellen, so ging im Regierungsbezirk die Zahl der entsprechenden Straftaten um 4,3 % auf insgesamt 1.609 Fälle (2017: 1.681) zurück.

Entgegen dem niederbayerischen Trend ist im Landkreis bei den Diebstahlsdelikten ein Anstieg um 17,4 % 608 Delikte (2017: 518) zu vermelden. Dieser Anstieg ist hautsächlich einer Zunahme der Fallzahlen im Bereich des Ladendiebstahls, des Fahrraddiebstahls und des Diebstahls aus und an Kraftfahrzeugen geschuldet. Bei der Straßenkriminalität ist dagegen weiterhin eine fallende Tendenz zu verzeichnen, die erfassen Delikte gingen auf 331 (2017: 337) zurück. Zur sogenannten Straßenkriminalität werden alle im öffentlichen Raum begangenen Straftaten, z. B. Sachbeschädigungen und Körperverletzungen, gezählt.

Nachdem im Sicherheitsbericht 2017 ein starker Rückgang im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls verzeichnet werden konnte, stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche im Berichtsjahr von 20 auf 26 an. Ein deutlicher Rückgang liegt dagegen im Deliktsbereich der Rauschgiftkriminalität vor, die registrierten Delikte gingen von 204 auf 124 (-39,2 %) zurück.

In der Verkehrsunfallstatistik ist neben einem Anstieg der allgemeinen Verkehrsunfallzahlen auch ein Anstieg der im Straßenverkehr getöteten Verkehrsteilnehmer zu verzeichnen. Im Landkreis Straubing-Bogen wurden 2018 insgesamt 3316 Verkehrsunfälle polizeilich erfasst. Dies stellt einen Anstieg um 1,2 % im Vergleich zum Vorjahr (3276) dar. Die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis Straubing-Bogen stieg von 9 auf 10 Personen an. Nachdem in der Unfallstatistik 2017 bei den Verletzten der niedrigste Wert im 10-Jahres-Vergleich registriert wurde, ist 2018 ein Anstieg von 499 auf 539 Verletzte im Jahr 2018 (+ 8,0 %) zu verzeichnen. Bei den Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss stieg die Zahl auf 37 (2017: 35).

Die Geschwindigkeitsunfälle sanken um 18,2 % auf 121 (2017: 148). Auch die Fahrradunfälle gingen marginal von 50 auf 49 Unfälle im Jahr 2018 zurück. Wie niederbayernweit, stieg auch im Landkreis Straubing-Bogen die Zahl der Wildunfälle 2018 an. Während 2017 noch 1604 Wildunfälle verzeichnet wurden, waren es 1665 im Jahr 2018.

Polizeipräsident Herbert Wenzl betonte, dass der Landkreis Straubing-Bogen die niedrigste Häufigkeitszahl aller Landkreise und Kreisfreien Städte in Niederbayern aufweist. Dies ist ein Beleg für die hervorragende Sicherheitslage in der Region. Da sich das hohe Sicherheitsniveau in Niederbayern leider nicht immer im Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wiederspiegelt, führt das Polizeipräsidium zusammen mit den Dienststellen verschiedene Maßnahmen durch, z. B. die Erhöhung der sichtbaren Polizeipräsenz, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessen.

Landrat Laumer sagte diesbezüglich seitens des Landratsamtes Straubing-Bogen seine vollumfängliche Unterstützung zu und bedankte sich abschließend für die aus seiner Sicht hervorragende Zusammenarbeit mit der niederbayerischen Polizei.


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