10.03.2019, 19:26 Uhr

Tierische Razzia im Straubinger Zoo Rauschgift im Raubtierhaus


Zwölf angehende Rauschgifthunde der Bayerischen Polizei mussten im Tiergarten ihr Können zeigen

STRAUBING Für gewöhnlich durchsuchen die Rauschgifthunde der Polizei Wohnungen, Geschäftsräume, Autos oder Lkws. Doch wie reagieren die tierischen Ermittler, wenn plötzlich ganz andere, unbekannte Gerüche die Konzentration gefährden? Dieser Herausforderung mussten sich am Donnerstag zwölf angehende Rauschgifthunde der Bayerischen Polizei stellen. Zwei Gruppen des aktuellen Rauschgiftlehrgangs der zentralen Diensthundeschule in Herzogau (bei Waldmünchen) waren nach Straubing in den Tiergarten gekommen, um den Hunden eine ganz besondere geruchliche Herausforderung zu bieten: Drogensuche im Raubkatzenhaus. Ein Highlight des neunwöchigen Lehrgangs. „Wir waren wirklich gespannt, wie sich die Hunde verhalten würden, wenn sie plötzlich den strengen Tigergeruch in der Nase haben“, so Polizeihauptmeisterin Marina Königsbauer vom Ausbilder-Team.

Der Besuch der Polizeihunde war auch für Tiergartendirektor Wolfgang Peter eine willkommene Abwechslung. Er begrüßte zusammen mit einer Herde Trampeltiere die vierbeinigen Polizeischüler mit ihren Hundeführern, bevor es zur Rauschgiftsuche ins Tigerhaus ging.

Und tatsächlich war gelegentlich erkennbar, dass Tigergeruch nicht unbedingt zu den bevorzugten Düften manches Schäferhundes gehört. Dem belgischen Malinois Bruno war schon anzumerken, dass er sich nicht wirklich wohlfühlt und Respekt zeigt. Aber mit etwas Unterstützung durch seinen Hundeführer Georg Fleischmann hat Bruno das Abenteuer Raubtierhaus dann doch auf sich genommen.

Letztlich war auch die Rauschgiftsuche unter solch erschwerten Bedingungen erfolgreich und die zwölf Junghunde konnten allesamt ihre feine Nase unter Beweis stellen. Ein durchaus gutes Omen für die anstehenden Abschlussprüfungen, die in der kommenden Woche an der Diensthundeschule stattfinden.

Die Tiger und Löwen nahmen das Spektakel übrigens äußerst gelassen hin, während im angrenzenden Erdmännchengehege große Aufregung herrschte. Denn wann kommen schon mal tierische Kollegen von der Polizei zu Besuch.


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