23.10.2020, 14:00 Uhr

Einsatz am Freitag Sprengkommando erfolgreich – Blindgänger am Rosenbühl in Hof entschärft

 Foto: Tobias Oelsner Foto: Tobias Oelsner

Der Blindgänger am Rosenbühl ist erfolgreich entschärft. Bei dem Relikt handelt es sich um eine 50-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Hof. „Die 50-Kilogramm-Bombe war in einem sehr guten Zustand, das heißt sie war kaum oxidiert“, sagt Sprengmeister Tobias Oelsner. Gemeinsam mit seiner Kollegin Bettina Jurga hat er den Blindgänger innerhalb von 30 Minuten unschädlich gemacht und bis 12.25 Uhr sowohl Kopfschraube als auch Zünder entfernt. Die beiden Sprengstoffexperten dankten den am Einsatz beteiligten Behörden für die gute Zusammenarbeit. Zuletzt haben Oelsner und Jurga vor gut einer Woche drei gefährliche Bomben deaktiviert, die ebenfalls im Neubaugebiet Rosenbühl gefunden worden waren.

Die Evakuierung des nahe gelegenen Johann-Christian-Reinhart-Gymnasiums und der Johann-Georg-August-Wirth Realschule Hof verlief problemlos; die insgesamt 1.300 Schülerinnen und Schüler konnten in das Ossecker Stadion ausweichen. Auch die Anwohner der Carl-Orff-Straße mussten sich in Sicherheit begeben. Mittlerweile können sie wieder in ihre Wohnungen und Häuser zurück.

Das Neubaugebiet Rosenbühl liegt in der damaligen Einflugschneise der alliierten Bomberpiloten im Zweiten Weltkrieg. Aufgrund ihrer verkehrstechnischen Bedeutung im zweiten Weltkrieg waren der Hofer Hauptbahnhof, der Bahnhof Neuhof und die Unterkotzauer Eisenbahnbrücke im Frühjahr 1945 immer wieder Ziel von Bombenangriffen. Der erste Blindgänger wurde im Juni 2020 im Bebauungsgebiet Rosenbühl gefunden.


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