30.01.2020, 13:21 Uhr

Polizei warnt Trickbetrüger sind erfolgreich mit falschen Gewinnversprechen

(Foto: Gaj Rudolf/123rf.com)(Foto: Gaj Rudolf/123rf.com)

Weil ihnen am Telefon ein großer Gewinn versprochen wurde, ließen sich in den vergangenen Tagen ein 65-Jähriger sowie eine 37-jährige Frau dazu überreden, hierfür Transportgebühren im Voraus zu bezahlen. Die beiden beglichen die Gebühren mittels Wertkarten, den erwarteten Gewinn erhielten sie jedoch nicht. Die Kriminalpolizeien Bayreuth und Bamberg ermitteln.

OBERFRANKEN Am Mittwochnachmittag, 29. Januar, gegen 16 Uhr, erhielt ein 65-jähriger Mann aus Plankenfels, Landkreis Bayreuth, einen Anruf von einem bislang Unbekannten, der sich als Mitarbeiter einer Gewinnzentrale ausgab. Hierbei teilte er dem Rentner mit, dass er bei einem Gewinnspiel 38.500 Euro gewonnen habe. Um die Verifizierung abzuschließen, sollte der Mann die Aktivierungscodes zweier zuvor gekaufter Guthabenkarten, im Wert von jeweils 500 Euro, übermitteln. Im Anschluss würden zwei Mitarbeiter der Gewinnzentrale sowie ein Notar zur Übergabe des Gewinns vorbeikommen. Trotz anfänglicher Bedenken übermittelte der 65-Jährige die Aktivierungscodes an den Anrufer.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich im Zeitraum von Freitag, 24. Januar, bis Mittwoch, 29. Januar. Hier bekam eine 37-Jährige aus Memmelsdorf, Landkreis Bamberg, mehrere Anrufe von einem Unbekannten, der ihr zunächst eine Gewinnsumme in Höhe von 180.000 Euro, später sogar von 280.000 Euro, versprach. Die Frau nannte dem Betrüger letztendlich die Codes mehrerer Guthabenkarten und verlor dadurch einige tausend Euro. Als der erhoffte Geldsegen ausblieb, wandte sie sich an die Polizei.

Die Oberfränkische Polizei warnt vor derartigen Gewinnversprechen: „Wenn Ihnen am Telefon ein Gewinn versprochen wird: Erkundigen Sie sich nach dem Namen des Anrufers, seiner Adresse und Rückrufnummer. Fragen Sie nach, um welches Gewinnspiel es sich handelt und notieren Sie sich alle Angaben. Geben Sie keine persönlichen Daten preis, zum Beispiel Kontoinformationen, Vermögensverhältnisse oder Kreditkartennummern. Leisten Sie niemals Vorauszahlungen, um angebliche Gebühren, Steuern oder Notarkosten zu begleichen. Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen. Wenn Sie Zweifel haben, informieren Sie die Polizei.“

Weitere Informationen und Tipps gibt es bei der örtlichen Polizeidienststelle oder im Internet unter www.polizei-beratung.de.


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