24.10.2019, 17:31 Uhr

Die Polizei informiert Sicher zur Schule, sicher nach Hause – Verkehrerziehung und Schulwegdienst statt „Elterntaxi“!

(Foto: lightpoet/123rf.com)(Foto: lightpoet/123rf.com)

Dies wünschen sich alle Eltern, die ihre Kinder morgens zum Schulweg verabschieden. Mit den Herbstferien ist der erste Abschnitt des neuen Schuljahres geschafft. Zeit, ein Fazit aus polizeilicher Sicht über die Schulwegsicherheit zu ziehen.

WEIDEN In den ersten drei Schulwochen waren, wie jedes Jahr, morgens an allen Grundschulen in Weiden in der Oberpfalz Polizeibeamte im Einsatz, um den Schulweg zu überwachen. Der Konsens aus den Beobachtungen der eingesetzten Beamten ist durchaus positiv. Die Verkehrsteilnehmer haben sich, wie einzelne Beamte berichteten, absolut vorbildlich und rücksichtsvoll gegenüber den „Abc-Schützen“ verhalten. Leider setzte sich der Trend, der sich seit mehreren Jahren abzeichnet fort, dass sehr viele Kinder mit dem „Elterntaxi“ zu Schule gebracht werden. Dabei wäre für die meisten der Schulweg zu Fuß sehr leicht zu bewältigen. Daraus resultiert, dass vor den Schulen unübersichtliche und unnötige Gefahrensituationen entstehen. Diese müssten nicht sein, wenn die Eltern ihren Kindern mehr Vertrauen entgegenbringen und ihnen mehr Eigenverantwortung einräumen würden. Sowohl durch die Kindergärten, als auch durch die Polizei und nicht zuletzt durch die Grundschulen wird Verkehrserziehung durchgeführt, welche die Kinder auf ihren Schulweg vorbereitet. Wenn die Eltern mit ihren Kindern den Schulweg dann nochmals praktisch und mehrmals üben, sind sie für den morgendlichen Fußmarsch bestens gerüstet.

Drei Schulen im Bereich Weiden (Schirmitz, Hammerweg und Hans-Schelter-Schule) genießen das Privileg, dass sich engagierte Eltern gefunden haben, die einen wertvollen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten und einen ehrenamtlichen Schulwegdienst durchführen. Wie wertvoll diese Dienste sind, zeigen die Unfallstatistiken, welche den Schulwegdiensten durchweg eine sehr gute Arbeit bescheinigen. Es wäre wünschenswert, Schulwegdienste an allen Grundschulen in Weiden einzurichten. Interessierte Eltern sollen sich an ihre Schule, oder den Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Weiden wenden, der für die Ausbildung und Betreuung der Schulweghelfer verantwortlich ist.

Im Rahmen der Schulwegüberwachung und auch darüber hinaus ist die Polizei stets bemüht, die Schulwege sicher zu halten. Dass nicht alle Verkehrsteilnehmer sich der Gefahren in der Nähe von Schulwegen bewusst sind, zeigen mehrere Messungen wie zum Beispiel in Schirmitz. Diese wurden sowohl zum Schulanfang, als auch jetzt noch regelmäßig durchgeführt. Bei erlaubtem Tempo 30 in Nähe des Kindergartens und auch der Grundschule wurden durch die Verkehrspolizei Weiden Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Dort wurde an einem Messtag jeder fünfte Verkehrsteilnehmer wegen zu hohem Tempo beanstandet. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Geschwindigkeitskontrollen auch weiterhin notwendig sind.

Jeder Verkehrsteilnehmer kann durch Beachtung der Verkehrsregeln und Rücksichtnahme zur Sicherheit unserer Kinder – nicht nur auf dem Schulweg – einen wesentlichen Beitrag leisten. Das Motto ist immer aktuell: Sicher zur Schule, sicher nach Hause.


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