04.04.2019, 15:37 Uhr

80 Messstellen Trotz Ankündigung des Blitzmarathons – 491 Fahrerinnen und Fahrer tappten in Oberfranken in die Radarfalle

(Foto: bwylezich/123rf.com)(Foto: bwylezich/123rf.com)

Während der 24-stündigen Geschwindigkeitsmessungen beim siebten Bayerischen Blitzmarathon stellten die oberfränkischen Polizisten eine zum Großteil verantwortungsbewusstere Fahrweise der Verkehrsteilnehmer fest. Knapp über zwei Prozent der Auto- und Lastwagenfahrer hielten sich dennoch nicht an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten. Sie hatten die Gelegenheit sich im Gespräch mit dem Kontrollbeamten mit ihrem Fehlverhalten auseinander zu setzen.

OBERFRANKEN Am Donnerstagmorgen, 4. April, um 6 Uhr, endete der siebte Bayerische Blitzmarathon, an dem sich die oberfränkischen Polizeidienststellen mit insgesamt rund 180 Beamten beteiligten. Die Beamten überwachten an knapp 80 Stellen die Einhaltung der jeweils vorgeschriebenen Geschwindigkeiten. Dabei wurden die Geschwindigkeiten von knapp über 21.000 Fahrzeugen gemessen.

Trotz der umfangreichen Berichterstattung in den Medien waren in Oberfranken 491 Fahrer zu schnell unterwegs. Während ein Teil der ertappten Temposünder eine kostenpflichtige Verwarnung an Ort und Stelle bezahlen konnte, waren einige Verkehrsteilnehmer so schnell unterwegs, dass sie demnächst einen Bußgeldbescheid erhalten und auch ein Fahrverbot antreten müssen.

So auch ein Autofahrer, der auf der Bundesstraße B173 bei Köditz im Landkreis Hof bei erlaubten 100 Stundenkilometern mit traurigen 153 Stundenkilometern durch die Messstelle fuhr. Der Fahrer muss nun mit einem Bußgeld in Höhe von 240 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot rechnen.

Neben den Geschwindigkeitsverstößen stellten die Kontrollbeamten auch 217 weitere Beanstandungen bei den Fahrern oder an derer Fahrzeuge fest.

Bilanz aus den Mittelzentren

Im Bereich Bamberg (Stadt und Landkreis Bamberg, Landkreis Forchheim) waren 66 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs.

Im Bereich Bayreuth (Stadt und Landkreis Bayreuth, Landkreis Kulmbach) waren 130 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs.

Im Bereich Coburg (Stadt und Landkreis Coburg, Landkreis Kronach und Lichtenfels) waren 109 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs.

Im Bereich Hof (Stadt und Landkreis Hof, Landkreis Wunsiedel) waren 186 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs.

Nachhaltige Beeinflussung der Verkehrsteilnehmer

Aus Sicht der Oberfränkischen Polizei bleibt zurückblickend erneut der Eindruck, dass sich die Mehrheit der Fahrzeugführer an die vorgegebenen Geschwindigkeiten hielt und letztendlich verantwortungsbewusster am Steuer saß. Bei einem Teil der Verkehrsteilnehmer dürfte auch die öffentliche Diskussion über die „Hauptunfallursache Nummer 1“, der überhöhten oder nicht angepassten Geschwindigkeit, als auch die mediale Ankündigung der Messstellen zu einem nachhaltigen Überdenken des eigenen Verhaltens im Straßenverkehr sowie zu einer vorsichtigeren Fahrweise geführt haben.

Unabhängig vom Blitzmarathon wird die Oberfränkische Polizei auch weiterhin Geschwindigkeitskontrollen im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ durchführen.


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