09.04.2018, 18:04 Uhr

„Halb so wild“ Gemeldete Messerstecherei entpuppt sich als harmloser Streit unter Betrunkenen

(Foto: chalabala/123RF)(Foto: chalabala/123RF)

Am Montag, 9. April, in den Nachmittagsstunden wurde die Polizei Weiden auf eine vermeintliche Messerstecherei aufmerksam gemacht. Ein Zeuge berichtete von einer Auseinandersetzung mehrerer Personen im Bereich Parkdeck Naabwiesen in der Leibnizstraße. Im Zuge der Auseinandersetzung der drei Personen soll schließlich eine Person ein Messer gezogen und damit gedroht haben, so die Mitteilung.

WEIDEN Aufgrund dieser Mitteilung löste die Polizei Weiden sofort einen Großeinsatz aus, um die Personengruppe aufzuspüren. Wenig später konnte die Personengruppe noch in der Nähe des Tatortes, einer Grünflache beim Parkdeck, angetroffen werden. Rasch wurde klar, dass die Sache nur „halb so wild“ war, als zunächst dargestellt.

Die drei Personen, allesamt deutlich alkoholisiert, gerieten in Streit. Im Zuge diesen Streits zog eine Person einen Gegenstand, von dem die anderen davon ausgingen, dass es sich um ein Messer oder messerähnlichen Gegenstand gehandelt haben könnte. Zu einem Einsatz des Gegenstandes kam es aber nicht. Anstatt einer Bedrohung mittels des Messers war nur mehr von einem Halten die Rede. Der vermeintliche Messerbesitzer wurde durchsucht. Es konnte aber kein solcher Gegenstand aufgefunden werden.

Schlussendlich bleibt lediglich der Verdacht einer einfachen Körperverletzung übrig. Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt.

Der „Messerbesitzer“ wurde unter anderem aufgrund seiner Alkoholisierung in Gewahrsam genommen und zur Polizei Weiden gebracht. Die beiden anderen Personen, die vermeintlichen Geschädigten, distanzierten sich gegenüber der Polizei von dem Vorfall und „wollten nichts mehr davon wissen“. Auch sie bekamen Platzverweise ausgesprochen. Was bleibt, sind Anzeigen unter den drei Personen wegen Bedrohungen und Nötigungen und eine einfache Körperverletzung.


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