14.06.2020, 22:43 Uhr

41-Jährigen festgenommen SEK-Einsatz in Regensburg – Beamter erleidet schwere Brandverletzungen

 Foto: Alexander Auer Foto: Alexander Auer

Am Sonntag, 14. Juni, ereignete sich eine Bedrohungslage in einer Wohnung im Regensburger Stadtnorden. Die Polizei war mit starken Einsatzkräften vor Ort. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach dem Eintreffen der Polizei nicht mehr. Ein Tatverdächtiger konnte von Spezialeinsatzkräften festgenommen werden. Ein Beamter wurde dabei schwer verletzt.

Regensburg. Am Sonntagmorgen, 14. Juni, gegen 3 Uhr, wurden Polizei und Rettungskräfte von einer Anwohnerin darüber informiert, dass ein 41-jähriger Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit aus einem mehrgeschossigen Wohnhaus in der Johannisstraße mindestens einen Brandsatz aus dem Fenster geworfen hätte. Der Brand im Außenbereich konnte durch einen Anwohner schnell abgelöscht werden, verletzt wurde dabei zunächst niemand.

Die Motivation des Mannes für sein Handeln ist noch unklar. Da nicht auszuschließen war, dass der Mann noch im Besitz weiterer Brandmittel ist, wurden Spezialeinsatzkräfte, die Verhandlungsgruppe, die Feuerwehr und der Rettungsdienst hinzugezogen und der Bereich weiträumig abgesperrt. Das Anwesen wurde komplett geräumt. Die Bewohner des mehrstöckigen Hauses wurden unter anderem in einem vom RVV bereitgestellten Bus untergebracht und durch den Sanitätsdienst, später zusätzlich durch die Polizei, betreut.

Gegen 7.30 Uhr konnte der Mann von Spezialeinsatzkräften in der Wohnung festgenommen werden. Dabei brach aus noch zu ermittelnden Gründen schlagartig ein Brand aus, durch den ein Beamter des Spezialeinsatzkommandos schwer verletzt wurde. Er musste mit schweren Brandverletzungen in eine Spezialklinik geflogen werden. Das Feuer in der Wohnung, die dadurch erheblich beschädigt wurde, konnte schnell durch die bereitstehende Berufsfeuerwehr Regensburg gelöscht werden. Die Berufsfeuerwehr Regensburg wurde vor Ort durch den Löschzug Weichs unterstützt. Der Löschzug Wutzlhofen wurde in Bereitschaft versetzt.

Die weiteren Ermittlungen werden nun von der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg geführt. Da in der Wohnung mehrere mutmaßlich selbstgebaute Brandsätze festgestellt wurden, werden Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts hinzugezogen.


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