26.02.2020, 14:09 Uhr

Bilanz Der Rötzer Faschingsumzug verlief störungsfrei – danach hatte die Polizei aber einiges zu tun

 Foto: Alexander Raths/123rf.com Foto: Alexander Raths/123rf.com

Der traditionelle Rötzer Faschingsumzug am Dienstagnachmittag, 25. Februar, verlief aus polizeilicher Sicht völlig störungsfrei.

Rötz/Landkreis Cham. Den Anweisungen der Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und des Ordnungsdienstes wurde von den geschätzten 25.000 Besuchern in vollem Umfang Folge geleistet. Auch hinsichtlich der Parkmoral der Faschingsbesucher gab es keinerlei Beanstandungen. Lediglich eine Verkehrsunfallflucht an einem geparkten Pkw musste von der Polizei aufgenommen werden.

Beim anschließenden Faschingstreiben in der Rötzer Innenstadt kam es bei der sehr gut besuchten Veranstaltung nur zu kleineren Sicherheitsstörungen, die meist einem übermäßigen Alkoholgenuss zuzuschreiben waren. So war ein Einschreiten der Polizei notwendig, nachdem ein 19-Jähriger eine Gruppe von Faschingsbesuchern anpöbelte. Der junge Mann wurde zurückgestoßen und verletzte sich nach einem Sturz am Kopf. Nach Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er ins Krankenhaus transportiert. Zu einer weiteren Körperverletzung kam es am Abend, nachdem ein Faschingsbesucher von einem entgegenkommenden Fußgänger versehentlich angerempelt wurde. Aufgrund übermäßigem Alkoholgenuss reagierte dieser über und stieß den anderen zu Boden. Der ebenfalls alkoholisierte Geschädigte klagte anschließend über Kopfschmerzen. Aufgrund erheblicher Alkoholisierung und völliger Orientierungslosigkeit musste die Polizei einen jungen Mann in Schutzgewahrsam nehmen. Eine verständigte Angehörige holte den jungen Mann ab und brachte ihn sicher nach Hause. Im Rahmen einer Verkehrskontrolle im Umfeld der Veranstaltung stellte die Polizei einen 21-jährigen alkoholisierten Fahrzeugführer fest. Ein durchgeführter Alkotest ergab einen Wert im Ordnungswidrigkeitenbereich. Der junge Mann musste sein Fahrzeug stehen lassen. Ihn erwartet eine Bußgeldanzeige und ein Monat Fahrverbot. Die Polizei beobachtete einen 21-jährigen Mann, wie er eine Glasflasche an die Außenwand der Stattpfarrkirche warf. Dem erheblich alkoholisierten Flaschenwerfer erteilte die Polizei einen Platzverweis. An der Pfarrkirche ist kein Sachschaden entstanden.

Im Verlauf der Nacht kam es immer wieder zu alkoholbedingten Stürzen mancher Veranstaltungsbesucher, die sich dabei mehrfach Schnittverletzungen durch herumliegende Glasscherben zuzogen.

Vom Sicherheitsdienst wurden eine braune Kunstledertasche sowie ein Mobiltelefon aufgefunden und der Polizei übergeben. Die Eigentümerin der Tasche konnte bereits ermittelt werden.

Zur Bewältigung der Einsatzlage erhielt die Polizeistation Waldmünchen Unterstützung der tschechischen Polizei und der Grenzpolizeigruppe Furth im Wald. Zur Erhöhung der Sicherheit am Veranstaltungsgelände kamen erstmals Sperrgitter der Polizei zum Einsatz und wurden als gewinnbringend betrachtet.


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