19.01.2020, 20:23 Uhr

Justiz Dr. Bettina Mielke wechselt vom Landgericht Regensburg ans OLG Nürnberg

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Insgesamt vier Zivilsenate des Oberlandesgerichts Nürnberg haben neue Vorsitzende. Dr. Bettina Mielke, Alexander Bauer, Peter Dycke und Ingo Eschenbacher folgen Helmut Gehr, Peter Redel, Werner Voll und Dr. Bernhard Wankel nach.

REGENSBURG Peter Redel begann seinen Dienst in der bayerischen Justiz am 1. Juli 1980 bei dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Am 20. September 1981 erfolgte sein Wechsel zur Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Mit Wirkung vom 1. Juli 1984 wurde Herr Redel zum Richter am Amtsgericht Erlangen ernannt, ehe er zum 1. Oktober 1984 an das Bundesministerium der Justiz abgeordnet wurde. Zum 1. Oktober 1986 kehrte Peter Redel an das Landgericht Nürnberg-Fürth zu-rück. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1990 wurde Redel zum hauptamtlichen Leiter von Arbeitsgemeinschaften für Rechtsreferendare und Rechtspraktikanten bei dem Landgericht Nürnberg-Fürth ernannt, wobei er in den ersten beiden Jahren ausschließlich Diplomjuristen aus Sachsen unterrichtete. Diese Tätigkeit behielt er auch noch nach seiner Ernennung zum Richter am Oberlandesgericht mit Wirkung vom 1. Januar 1995 unter Abordnung an das Landgericht Nürnberg-Fürth bei. Ab 1. September 1999 war Redel zunächst Beisitzer des 4. Zivilsenats, der unter anderem für Streitigkeiten an denen staatliche oder kommunale Stellen beteiligt sind zuständig ist, und später des 5. Zivilsenats mit der Spezialzuständigkeit „Arzthaftungssachen“. Mit Wirkung vom 1. Juli 2010 wurde Redel zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht Nürnberg ernannt. Seine richterliche Geschäftsaufgabe umfasste den Vorsitz des 11. Familien- und Zivilsenats. Seit Mitte der 90er Jahre wirkte Redel zudem an den beiden juristischen Staatsprüfungen mit. Weiterhin gehörte er der Verwaltungsabteilung des Oberlandesge-richts Nürnberg an. Redel war seit dem Jahr 2001 Mitglied des Bayerischen Anwaltsgerichtshofs. Mit Ablauf des 31. Oktober 2019 trat Redel in den Ruhestand ein.

Werner Voll begann seine Tätigkeit in der bayerischen Justiz am 1. Juni 1981 bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Mit Wirkung vom 1. Juli 1986 wurde er zum Richter am Amtsgericht Nürnberg ernannt. Ab 1. März 1994 war Herr Voll als Staatsanwalt als Gruppenleiter an die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg abgeordnet. Zum 1. Dezember 1995 wechselte er im Wege der Abordnung an das Sächsische Staatsministerium der Justiz. Er war dort Referatsleiter in der Strafrechtsabteilung. Zum 1. Juli 1997 kehrte Herr Voll nach Nürnberg zurück. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1997 wurde er zum Oberstaatsanwalt ernannt und der Generalstaatsanwaltschaft zugewiesen. Am 1. März 2002 wurde Voll zum Vorsitzenden Richter am Landgericht Nürn-berg-Fürth ernannt und übernahm am 1. Juni 2002 den Vorsitz der 2. Kammer für Handelssachen und ab 1. September 2004 den Vorsitz der für Arzthaftungssachen zuständigen 4. Zivilkammer. Zum 1. April 2006 wurde Herr Voll zum Direktor des Amtsgerichts Ansbach ernannt. Neben seinen Aufgaben als Gerichtsvorstand bearbeitete er eine umfangreiche richterliche Geschäftsaufgabe. Mit Wirkung vom 1. März 2010 wurde Herr Voll zum Vorsitzenden Richter am Ober-landesgericht Nürnberg ernannt. Seine richterliche Geschäftsaufgabe umfasste zu-nächst den Vorsitz des für Versicherungssachen zuständigen 8. Zivilsenats. Ab 17. Oktober 2016 übernahm Herr Voll den Vorsitz des 5. Zivilsenats, der schwer-punktmäßig für Arzthaftungssachen zuständig ist. Zusätzlich war Herr Voll in verschiedenen Verwaltungsreferaten eingesetzt. In der Zeit seit 1. Juli 2011 war Herr Voll nichtständiges Mitglied des Bayerischen Dienstgerichtshofs für Richter. Seit Mitte der 90er Jahre wirkte Herr Voll zudem an den beiden juristischen Staatsprüfungen mit. Mit Ablauf des 31. Oktober 2019 trat Herr Voll in den Ruhestand ein.

Dr. Bettina Mielke begann ihren Dienst in der Bayerischen Justiz am 1. August 1997 bei der Staatsanwaltschaft Regensburg. Nachdem sie von März 1999 bis Oktober 2001 im Bayerischen Staatsministerium der Justiz tätig gewesen war, kehrte sie am 1. November 2001 nach Regensburg zurück und war dort Beisitzerin der 4. Zivilkammer des Landgerichtes. Vom 1. Oktober 2004 bis zum 31. Juli 2012 war Dr. Mielke hauptamtliche Leiterin von Arbeitsgemeinschaften und unterrichtete Rechts-referendarinnen und Rechtsreferendare. Sie ist nach wie vor in der Referendarausbildung tätig und bildet die jungen Juristinnen und Juristen im Verhandlungsmanagement und in der Mediation aus. Darüber hinaus ist Dr. Mielke Prüferin im ersten und im zweiten Staatsexamen. Während ihrer Zeit als Arbeitsgemeinschaftsleiterin übernahm sie wiederholt auch Rechtsprechungsaufgaben und war seit 1. Oktober 2008 zudem als Güterichterin am Landgericht Regensburg tätig. Bereits am 1. Januar 2010 war sie zur Richterin am Oberlandesgericht ernannt worden. Ab 1. August 2012 war Dr. Bettina Mielke als Vorsitzende Richterin am Landgericht Regensburg eingesetzt und dort zuletzt Vorsitzende der 7. großen und Wirtschaftsstrafkammer. Darüber hinaus war sie auch Mediationsbeauftragte des Landgerichts Regensburg sowie seit 1. Juli 2012 Vorsitzende des Bezirksrichterrats. Zum 1. Dezember 2019 übernahm sie den Vorsitz des 9. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Nürnberg, der vor allen Dingen für Familiensachen zuständig ist.

Alexander Bauer ist seit 15. Oktober 1990 bei der Bayerischen Justiz tätig. Zunächst bearbeitete er am Amtsgericht Nürnberg Zivilsachen und wechselte am 15. Oktober 1992 an die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Ab 1. Januar 1994 war Alexander Bauer am Amtsgericht Hersbruck eingesetzt und kehrte am 1. Juli 1997 nach Nürnberg an das Landgericht zurück. In der Zeit vom 1. September 1999 bis 16. Mai 2007 unterrichtete Herr Bauer als hauptamtlicher Lei-ter von Arbeitsgemeinschaften Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare. Mit Wirkung vom 16. August 2005 wurde er zum Richter am Oberlandesgericht ernannt. Im Mai 2007 übernahm er als Richter am Oberlandesgericht Beisitzertätigkeiten im 4. und 13. Zivilsenat. Ab 1. Januar 2008 war er Mitglied des 4. Zivilsenats und leitete seit November 2015 daneben das Bau- und Haushaltsreferat der Verwaltungsabteilung des Oberlandesgerichts Nürnberg, wobei er für Bauvorhaben im gesamten Bezirk des Oberlandesgerichts zuständig war. Alexander Bauer ist seit vielen Jahren Prüfer in der Zweiten Juristischen Staatsprüfung und seit 2011 Mitglied des Richterrats des Oberlandesgerichts Nürnberg. Am 1. Januar 2020 übernahm er den Vorsitz des 15. Zivilsenats, welcher neben all-gemeinen zivilrechtlichen Streitigkeiten auch Grundbuch- und Nachlasssachen bearbeitet. Daneben wird er weiterhin das Bau- und Haushaltsreferat der Verwaltungsabteilung des Oberlandesgerichts Nürnberg leiten.

Peter Dycke ist seit 16. August 1993 bei der Bayerischen Justiz tätig. Seine erste berufliche Station war die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Mit Wirkung vom 22. Mai 2000 wurde er zum Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth ernannt und war dort in der Folgezeit sowohl Beisitzer in einer Zivil- als auch in einer Strafkammer. Am 1. Februar 2005 kehrte er als Staatsanwalt als Gruppenleiter zur Staatsanwalt-schaft Nürnberg-Fürth zurück und wurde dort, wie auch bereits zu Beginn seiner Tätigkeit, in der Wirtschaftsabteilung eingesetzt. Ab 16. September 2008 war Dycke als Oberstaatsanwalt bei der Generalstaats-anwaltschaft in Nürnberg tätig. Zum 1. Oktober 2010 wurde Dycke zum Vorsitzender Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth ernannt und übernahm den Vorsitz der 1. Kammer für Handelssachen. Daneben war er eine Zeit lang Vorsitzender der 19. Zivilkammer. Seit 16. April 2014 war Dycke Vorsitzender der 6. Zivilkammer deren Aufgabenbereich unter anderem Streitigkeiten aus Bank- und Finanzgeschäften umfasst. Daneben war er mit verschiedenen Verwaltungsaufgaben betraut. Bis zu seinem Wechsel an das Oberlandesgericht Nürnberg hatte Dycke zudem die Funktion des Datenschutzbeauftragten des Landgerichts Nürnberg-Fürth inne. Seit 16. Januar 2020 gehört er dem Oberlandesgericht Nürnberg an und übernahm dort den Vorsitz des 5. Senats, welcher vor allen Dingen Berufungen und Beschwer-den in Arzthaftungssachen sowie in Leasingsachen bearbeitet.

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Ingo Eschenbacher begann seinen Dienst in der Bayerischen Justiz am 1. März 1993 bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Ab 1. Juli 2000 war er als Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth eingesetzt und bearbeitete dort unter anderem Bausachen. Ab Dezember 2000 übernahm Eschenbacher eine umfangreiche Verwaltungsaufgabe am Landgericht Nürnberg-Fürth. Von Januar 2003 bis März 2008 oblagen ihm als Referenten des Präsidenten des Landgerichts Nürnberg-Fürth unter anderem Personalangelegenheiten der Richter. Daneben war er auch für Fragen der Gerichtsverfassung und sonstige Gerichtsverwaltungsangelegenheiten zuständig. Mit Wirkung zum 1. April 2008 wurde Eschenbacher zum Vorsitzenden Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth ernannt und übernahm dort zunächst den Vorsitz der 2. und später der 17. Zivilkammer, welche schwerpunktmäßig Rechtsstreitigkeiten auf dem Gebiet des Baurechts bearbeitet. Weiterhin war Eschenbacher auch mit Verwaltungsaufgaben betraut und beteiligte sich zudem an dem Projekt „Güterichter“ und zwar sowohl als Güterichter als auch als Referent im Rahmen der Güterichterausbildung. Ab 16. Juni 2013 war Ingo Eschenbacher als weiterer aufsichtführender Richter am Landgericht Nürnberg-Fürth unter anderem mit der Verwaltungsaufgabe der Leitung der Abteilung „Zivil- und Handelsrecht“ betraut. Seit 16. Dezember 2019 gehört Eschenbacher dem Oberlandesgericht Nürnberg an und übernahm dort den Vorsitz des 11. Senats, welcher vor allen Dingen Familiensachen bearbeitet.


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