03.01.2020, 14:04 Uhr

Die Kripo ermittelt Schneller Ermittlungserfolg – 22-Jähriger gesteht, die Muttergottesgrotte in Waldmünchen in die Luft gesprengt zu haben

(Foto: PSt Waldmünchen)(Foto: PSt Waldmünchen)

Der mutnaßliche Täter, der in der Silvesternacht die Muttergottesgrotte im Pfarrgarten von Waldmünchen gesprengt hat, konnte am Freitagvormittag, 3. Dezember, vorläufig festgenommen werden.

WALDMÜNCHEN Die Polizei Waldmünchen gelang es, nach Zeugenhinweisen und umfangreichen Ermittlungen, einen 22-jährigen Waldmünchner der Tat zu überführen. Der junge Mann räumte in seiner Beschuldigtenvernehmung ein, am Silvestermorge, 31. Dezember, bereits um 5 Uhr, zu Fuß nach Tschechien gegangen zu sein, um sich mit illegaler Pyrotechnik für den Abend einzudecken. Er kaufte auf den grenznahen Ständen des so genannten Vietnamesenmarkt 80 Böller der Marke „Dum Bum“ und vier riesige Böller der Marke „Cobra 18“ für 150 Euro.

Um den polizeilichen Kontrollen zu entgehen, ging er über die grüne Grenze durch den Wald nach Waldmünchen zurück. Im Laufe des Silvesterabends zündete er immer wieder auf den Straßen in der Innenstadt sein hochgefährliches Feuerwerk. Genau um Mitternacht warf er dann seinen „letzten Cobra-18-Kanonenschlag“ in Richtung der massiv gebauten Muttergottesgrotte (1,20 Meter Höhe), die durch die Detonation komplett zerstört wurde. Der junge Mann filmte die Tat mit seinem Handy. Hierbei ist zu sehen, wie Stein- und Betonteile bis zu 20 Meter weit in die Luft fliegen. Man kann nur von Glück sprechen, dass keine umstehenden Zuschauer verletzt wurden. Der Sachschaden wird auf circa 1.000 Euro beziffert.

Gegen den Tatverdächtigen wurde Strafverfahren wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, Einfuhr von nicht genehmigten Pyrotechnik (Vergehen gem. Sprengstoffgesetz) und Sachbeschädigung eingeleitet.

Nach Anzeigenaufnahme, erkennungsdienstlicher Behandlung und Entnahme einer DNA-Probe wurde der derzeit arbeitslose Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Sein Mobiltelefon, auf dem sich mehrere Videosequenzen mit der Zündung seiner gefährlichen Pyrotechnik befinden, wurde als Beweismittel sichergestellt. Als Motiv gab der Täter an, dass er auf das „geile Gefühl der Druckwelle“ bei der Detonation steht.

Die weiteren Ermittlungen werden in enger Zusammenarbeit mit BLKA München und der Kriminalpolizei Regensburg geführt.


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