16.05.2019, 16:07 Uhr

Wer macht denn sowas Dieb klaut acht Kunstwerke der Ausstellung zum Thema Krebs

(Foto: Dr. Carsten Lenk)(Foto: Dr. Carsten Lenk)

Seit dem 7. Mai sind Kunstwerke zum Thema Krebs von betroffenen Laienkünstlern des Offenen Ateliers der Bayerischen Krebsberatungsstelle in den Räumen des Evangelischem Bildungswerks (im Alumneum, Am Ölberg 2), ausgestellt, die in engagierter Arbeit im letzten halben Jahr entstanden sind. Am Wochenende sind acht der Bilder und Skulpturen entwendet worden.

REGENSBURG Der Leiter des EBW, Herr Dr. Carsten Lenk, und die Leiterin der Krebsberatungsstelle, Frau Susanne Strobel, sowie die Ausstellerinnen sind fassungslos und fragen sich: „Wer macht denn so etwas? Hat derjenige keinerlei Gewissen?“ Krebs ist eine furchtbare Krankheit und die dargestellten Kunstwerke sind ein Ausdruck der erlittenen Prozesse. Der Diebstahl ist wie eine zusätzliche Verwundung der schon vom Schicksal verletzten Menschen. „Das ist so überflüssig und ärgerlich. Wir sind fassungslos und empört und können diese Tat in keiner Weise verstehen“, sagen die Mitwirkenden des Offenen Ateliers. Sie bitten mit Nachdruck um die Rückgabe der Kunstwerke. Andernfalls werden sie die Polizei einschalten.

Es handelt sich um folgende Darstellungen: leuchtend farbige Halbkreis-Pinselstreifen (großformatiger Keilrahmen circa ein Quadratmeter), die Darstellung eines schwarzweißen Bordercollies (ovaler Keilrahmen mittelgroß circa 60 Zentimeter hoch), leuchtende Nelken mit Efeu auf dunkelgrünem Grund (mittelgroß circa 40 Mal 40 Zentimeter), eine sprudelnde Quelle aus dem Gestein (mittelgroßer Keilrahmen circa 30 Mal 30 Zentimeter), blau-rot-weiß gestaltete Zellen auf weißem Untergrund (kleiner Keilrahmen circa 17 Mal 25 Zentimeter), Pappmaché-Skulptur eines Krebses (Tier) (Durchmesser circa 20 Zentimeter), 30 Zentimeter hohes weißes Holzbrett mit Ast mit kugelförmige Geschwulst. Falls jemandem die fehlenden Kunstwerke irgendwo auffallen, bitte bei der Leiterin des Offenen Ateliers, Frau Birgit Kuch 0172/ 5665965 melden.

Gegen eine entsprechende Aufwandsentschädigung oder einen Dienstleistungstausch wären die Ausstellerinnen auch bereit eine Art Duplikat von den Kunstwerken anzufertigen, die sehr gefallen – die Originale stehen jedoch in besonderer emotionaler Verbindung zu jeder Künstlerin und sollen unbedingt in der Ausstellung verbleiben – beziehungsweise zurückkehren.


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