13.02.2019, 09:25 Uhr

Tragisch Auto in die Donau gefahren – 60-jähriger Regensburger ist tot

(Foto: Christian Eckl)(Foto: Christian Eckl)

Der 60-jährige Mann, der am Freitag mit seinem Auto bei der Wurstkuchl in die Donau gefahren ist, ist tot. Das teilte die Polizei mit.

REGENSBURG Wie bereits berichtet, ist vergangenen Freitag, 8. Februar, ein roter Fiat Punto in der Nähe der Steinernen Brücke in Regenburg in die Donau gefahren. Unter laufender Reanimation musste der 60-jährige Regensburger, welcher sich alleine im Fahrzeug befand, in ein Krankenhaus gebracht werden. Dort verstarb er gestern in den Abendstunden infolge des Geschehens vom Freitag. Es ergaben sich weiterhin keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder andere Geschädigte. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Ermittlungen ist von einem Suizid auszugehen.

So hatte das Wochenblatt am Freitag berichtet:

Tragischer Unfall am Freitagnachmittag in der Regensburger Altstadt: Direkt neben der Steinernen Brücke bei der weltberühmten Wurstkuchl hat ein 60-Jähriger sein Fahrzeug möglicherweise bewusst in die Donau gelenkt. Der Mann wurde vor Ort reanimiert.

Schock in Regensburg: Am Freitagnachmittag ist ein Auto möglicherweise bewusst in die Donau gefahren. Direkt neben der Steinernen Brücke und der weltberühmten Wurtskuchl hat das Marc-Aurel-Ufer keine Geländer. Im tauenden Schnee konnte man noch die Spuren des Fahrzeugs erkennen. „Gegen 13 Uhr wurde von mehreren Zeugen gemeldet, dass ein Pkw ins Wasser gefahren sein soll“, sagte Polizeisprecher Florian Beck. Da sich der Sturz in die Donau direkt in der Altstadt ereignete, waren die Rettungskräfte sehr schnell vor Ort. Die Zeugen hatten das Fahrzeug noch einige Meter an der Oberfläche der Donau gesehen, bis es gesunken sei, sagte Beck.

Das Auto ist dann wenige Meter vor dem neuen Museum der Bayerischen Geschichte, unter einem Museumsschiffe, gesunken. Rettungsschwimmer der Feuerwehr waren schnell vor Ort und haben einen 60 Jahre alten aus dem Wasser gezogen. „Der Mann befindet sich in sehr kritischem Zustand und wird reanimiert“, sagte Beck vor Ort.

Vor Ort hatten die Behörden erkennbare Mühe, die Schaulustigen abzuhalten. Es ist ein sonniger Nachmittag in der ohnehin sehr belebten Regensburger Altstadt. Die Einsatzkräfte sicherten aber sowohl den Ort des Unglücks bei der Wurstkuchl weiträumig ab, versuchten aber auch, den um sein Leben ringenden Mann während der Reanimation von den Blicken der Schaulustigen zu schützen. Zahlreiche Anwohner, die aber die Donau über die von der Polizei gesperrte Eiserne Brücke queren wollten, zeigten sich ungeduldig und verärgert über die Absperrmaßnahmen von Polizei und Feuerwehr.

Parallel zum Donauufer befindet sich eine wichtige Querung durch die Altstadt, die zwar für den Autoverkehr nur beschränkt befahrbar ist. Doch sie bildet eine wichtige Tangente für den Busverkehr. So stauten sich dann auch die Busse Minute um Minute länger an der Donau entlang. Auch ein Fan-Bus des Fußballvereins Arminia Bielefeld musste halten, da der Bus sich nicht mehr fortbewegen konnte. Anders als die Autos hatten die Busse keine Wendemöglichkeit. Kräfte der Polizei, aber auch des Regensburger Ordnungsamtes, versuchten die Autofahrer zu besänftigen und zum Umkehren zu bewegen.