30.08.2018, 12:56 Uhr

Unfassbar 17-Jährige stürzt in den Tod – das Geisterhaus forderte ein Menschenleben

Das Studentenwohnheim in der Albertstraße Ecke D.-Martin-Luther-Straße. Foto: EcklDas Studentenwohnheim in der Albertstraße Ecke D.-Martin-Luther-Straße. Foto: Eckl

Es ist eine traurige Geschichte: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch stürzte ein 17-jähriges Mädchen 20 Meter in die Tiefe, überlebte den Sturz nicht. Das Haus, in dem all dies geschah, erinnert an ein Geisterhaus: Nur noch wenige Studenten bewohnen das Gebäude, wo die Stadthalle gebaut werden soll.

REGENSBURG Schreckliches Ereignis an der Albertstraße: Ein 17-jähriges Mädchen stürzte hier Dienstagnacht in den Tod. Die genauen Umstände sind noch unklar, doch die Polizei gab am Mittwoch bekannt, dass es sich wohl um einen Unfall handelt. Demnach habe man mit Freunden auf der Fensterbank gesessen, als die junge Frau das Gleichgewicht verlor und gegen 2.40 Uhr in die Tiefe stürzte. Man brachte sie offenbar sofort ins Krankenhaus, doch das Mädchen starb noch im Krankenhaus.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Regensburg handelt es sich um ein markantes Gebäude zwischen Bahnhof und Altstadt: das Wirsing-Hochhaus beziehungsweise das Gebäude daneben auf dem sogenannten Kepler-Areal. Das aber macht das Unglück, wie es die Polizei bezeichnet, aber auch so mysteriös: Eigentlich sind weite Teile des Gebäudes nicht mehr bewohnt, denn die Stadt hat es auf Erbpacht erworben und will hier eine Stadthalle errichten. Im Oktober stimmen die Regensburger darüber ab, im Frühjahr 2019 soll es abgerissen werden. Nur noch wenige Studenten wohnen in dem Gebäude, das auch einer Stadthalle weichen soll. „Nach unseren Informationen hat die 17-Jährige nicht in dem Gebäude gewohnt“, sagte ein Sprecher der Polizei. Mehr konnte der Polizeisprecher derzeit nicht sagen. Es scheint, als hätte das Geisterhaus, wie man das leer stehende und eigentlich verschlossene Gebäude nennen könnte, noch ein Todesopfer gefordert. Auf der Straße vor dem Gebäude, von dem das Mädchen stürzte, erinnert nichts an das Ereignis. Die Polizei zeigt allerdings derzeit massive Präsenz und kontrolliert derzeit Asylbewerber, die sich hier tagsüber vermehrt anhaltend. Das Areal ist derzeit vor allem als Umschlagplatz von Drogen besonders im Augenmerk der Ordnungshüter.