23.07.2018, 15:18 Uhr

Baukosten von rund 7,2 Millionen Euro Spatenstich in Regensburg – das Polizeipräsidium Oberpfalz bekommt ein neues Trainingszentrum

Innenminister Joachim Herrmann setzt gemeinsam mit Polizeipräsident Gerold Mahlmeister den ersten Spatenstich für den Neubau eines Zentrums für polizeiliches Einsatztraining (PE-Training) in Regensburg. (Foto: Polizeipräsidium OberpfalzPolize)Innenminister Joachim Herrmann setzt gemeinsam mit Polizeipräsident Gerold Mahlmeister den ersten Spatenstich für den Neubau eines Zentrums für polizeiliches Einsatztraining (PE-Training) in Regensburg. (Foto: Polizeipräsidium OberpfalzPolize)

Das Polizeipräsidium Oberpfalz bekommt ein neues Trainingszentrum. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat am Montag, 23. Juli, dazu auf dem Areal des Polizeipräsidiums in Regensburg gemeinsam mit örtlichen Mandatsträgern und Polizeipräsident Gerold Mahlmeister feierlich den ersten Spatenstich vorgenommen.

REGENSBURG Auf einer Fläche von rund 1.400 Quadratmetern entstehen hochmoderne Trainingsmöglichkeiten. „Hier können unsere Polizistinnen und Polizisten sich sehr praxisnah auf die unterschiedlichsten Einsatzszenarien vorbereiten“, erklärte Herrmann. „Besonders geht es uns um Nervenstärke, Ausdauer, schnelle Reaktion, optimale Konfliktbewältigung und Stressresistenz, also wichtige Fähigkeiten für professionelle Polizeiarbeit.“ Die Baukosten werden sich laut Herrmann auf rund 7,2 Millionen Euro belaufen. „Bestens investiertes Geld „, so der Minister. Vom hohen Trainingsstandard profitiere nicht nur die eigene Sicherheit der Polizisten, sondern die Sicherheitslage in der gesamten Region. Herrmann rechnet mit der Übergabe des neuen Polizeieinsatz-Trainingszentrums an die Polizei bereits im Sommer 2020.

Wie der Minister erläuterte, wird das dreigeschossige Trainingszentrum neben einem ‚Multifunktionsbereich‘ auch einen Trainings- und Mattenraum, einen Lehrsaal, ein ‚Übungstreppenhaus‘ und eine Übungshalle für das realitätsnahe Training mit Farbmarkierungsmunition umfassen. Auch umwelttechnisch bewege sich das geplante Gebäude auf sehr hohem Niveau: Das massive Gebäude erhält eine hinterlüftete wärmegedämmte Fassade. Außerdem wird eine Photovoltaikanlage auf dem Dach Strom zum Eigenverbrauch erzeugen. „Mit der Verwendung von Solarthermie und eines Wärmetauschers sparen wir 26 Tonnen CO2 im Jahr gegenüber herkömmlicher Bauweise“, rechnete Herrmann vor. „Auch ein guter Schallschutz wird eingebaut.“ Besonders wichtig ist dem Minister die räumliche Nähe zur 2006 fertiggestellten Raumschießanlage: „Damit können unsere Polizistinnen und Polizisten alle wichtigen Komponenten des polizeilichen Einsatztrainings ausgiebig üben.“

Das Gelände der ehemaligen Raffler-Kaserne in Regensburg wird seit 1998 im Zuge der Konversion militärischer Flächen zu einem Behördenzentrum umgewandelt. Neben dem Staatlichen Bauamt Regensburg befinden sich dort seit einigen Jahren unter anderem Dienststellen der Bayerischen Polizei, so das Polizeipräsidium Oberpfalz, die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben Oberpfalz und die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg.

Die Oberpfälzer Polizei ist mit rund 2.700 Mitarbeiterinnen Mitarbeitern für die Sicherheit von knapp 1,1 Millionen Bürgerinnen und Bürger auf einer Fläche von 9.690 Quadratkilometern zuständig.


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