28.05.2018, 14:24 Uhr

Erste Bilanz Die Regensburger Polizei setzte auf der Maidult auf erhöhte Präsenz

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Nach dem Ende der Maidult 2018 zieht der stellvertretende Dienststellenleiter der PI Regensburg-Nord, Ludwig Hastreiter, eine erste vorläufige Bilanz.

REGENSBURG Über den gesamten Zeitraum der Veranstaltung präsentierte sich das Wetter, vor allem an den Wochenenden, zumeist schön und trocken. Während sich die Anzahl Besucher unter der Woche in normalen Grenzen bewegte, kam es an den Wochenenden und Feiertagen zu einem sehr hohen Besucheraufkommen, was das Festgelände zum Teil an seine Kapazitätsgrenzen brachte. Die statistischen Zahlen zeigen, dass die Maidult 2018 einen nicht ganz so friedlichen Verlauf wie noch im Jahr zuvor nahm. Bislang wurden 65 Straftaten (31 im Vorjahr) zur Anzeige gebracht.

In zwei Fällen kam es zu Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte. Als Verdächtiger einer Sachbeschädigung sollte am 19. Mai ein 32-Jähriger festgenommen werden. Dieser widersetzte sich der Maßnahme mit körperlicher Gewalt und beleidigte zusätzlich die eingesetzten Polizeibeamten. Weiterhin widersetzte sich am 10. Mai ein 20-Jähriger den Maßnahmen der Polizei. Nach einem Streit in einem Festzelt rief der Sicherheitsdienst die Polizei zu Hilfe. Bei seiner Festnahme beleidigte der Mann die eingesetzten Polizeibeamten und schlug nach ihnen. Am letzten Dultwochenende musste die Polizei schließlich doch noch einen verletzten Polizeibeamten verzeichnen. Beim Versuch, bei zwei Streithähnen schlichtend einzugreifen, erhielt ein 24-jähriger Polizeibeamter von einem 28-jährigen mindestens einen Schlag versetzt und stürzte mit diesem zu Boden.

Im Verlauf der Maidult 2018 wurden durch die PI Regensburg-Nord in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Regensburg auf dem Dultgelände und insbesondere in den Festzelten zwei Jugendschutzkontrollen durchgeführt. Zusammenfassend ist das Ergebnis als durchaus zufriedenstellend zu bezeichnen. Es wurde kein Jugendlicher wegen übermäßigen Alkoholkonsums aufgegriffen. Wegen zeitlichen Aufenthaltsverstößen nach jugendschutzrechtlichen Bestimmungen und Rauchens in der Öffentlichkeit unter 18 Jahren wurden insgesamt 13 Fälle beanstandet.

Wie bereits im Vorjahr setzte die Polizei aufgrund der allgemein angespannten Sicherheitslage in Deutschland auf der Maidult 2018 auf eine erhöhte Präsenz. Private Sicherheitsdienste führten zudem an den Eingängen zum Dultgelände und zu den Festzelten Kontrollen durch. Hierzu zählte auch die Überprüfung von mitgeführten Taschen und Rucksäcken. Diese Kontrollen fanden fast ausnahmslos Zustimmung bei den Dultbesuchern. Lediglich ein Mann war damit nicht einverstanden und das hatte seinen Grund. In seinem Rucksack wurde ein verbotenes Messer aufgefunden und sichergestellt. Ferner zählen zum unbeschwerten Dultbesuch mittlerweile auch die technischen Sicherheitseinrichtungen in Form von Zufahrtssperren.

Auch wenn bei der Maidult 2018 gegenüber der des Vorjahres eine Steigerung der angezeigten Straftaten zu verzeichnen ist, verlief die Maidult in diesem Jahr insgesamt dennoch sehr friedlich. Die PI Regensburg-Nord stellt fest, dass ihre Arbeit in der Bevölkerung auf eine breite Zustimmung stößt und den Einsatzkräften in fast allen Situationen respektvoll gegenüber getreten wurde. Ludwig Hastreiter möchte deshalb allen im Namen der eingesetzten Polizeibeamten seinen Dank aussprechen.


0 Kommentare