08.03.2018, 13:41 Uhr

Landgericht Regensburg Bespuckt, bedroht und geschlagen – Verfahren gegen 33-Jährige eingestellt


Die 33-Jährige, die 2014 die Säulen der Ostdeutschen Galerie in Brand gesteckt hatte, musste sich vergangene Woche wegen Bedrohung, Körperverletzung, Beleidigung, Wiederstand gegen Vollstreckungsbeamte und Betrug vor Gericht verantworten. Nun wurde das Verfahren überraschend eingestellt.

REGENSBURG Im Juni 2014 zündete die damals 29-Jährige die roten Säulen der Ostdeutschen Galerie und mehrere Sonnenschirme in der Regensburger Innenstadt an. Allein an den Säulen entstand ein Schaden von 30.000 Euro. Ende 2015 wurde die Brandstifterin zu einer Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus auf Bewährung verurteilt. Gute zwei Jahre später stand sie nun wieder vor dem Regensburger Landgericht. Die Staatsanwaltschaft warf ihr dieses mal vor, ihrer Mutter im Jahr 2015 damit gedroht zu haben, sie zu töten. Im Jahr darauf soll die Angeklagte mehrere Polizisten auf offener Straße in Regensburg beleidigt, bespuckt und attackiert haben. Die Frau soll sich so aggressiv verhalten haben, dass die Polizisten sie am Boden fixieren und schließlich in das Bezirksklinikum bringen mussten.

Der Prozess gegen die Angeklagte begann am Mittwoch, 28. Februar. Weil die Angeklagte an einer schizoaffektiven Störung leidet, als „für die Allgemeinheit gefährlich“ gilt und deshalb eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung im Raum stand, wurde die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen.

Am Mittwoch, 7. März, sollte dann eigentlich das Urteil im Prozess gegen die Brandstifterin fallen. Doch schon am Tag zuvor teilte die Pressestelle des Landgerichts Regensburg mit, dass das Verfahren eingestellt wurde. Einige der Anklagepunkte ließen sich wohl nicht zweifelsfrei klären, bei manchen der angeklagten Taten soll sich die Frau in einem Zustand der Schuldunfähigkeit befunden haben.


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