05.04.2019, 13:19 Uhr

Landkreis-Statistik Zahl der Straftaten gestiegen – Aufklärungsquote weiterhin hoch

V. li.: Kriminaldirektor Michael Krickl, Erster Polizeihauptkommissar Armin Zehentbauer (Eggenfelden); Stefanie Kronberger (Sachgebietsleiterin öffentliche Sicherheit und Ordnung); Landrat Michael Fahmüller, Eva Kremsreiter (Abteilungsleiterin für öffentliche Sicherheit und Ordnung, Gesundheits-, Veterinärwesen und Verbraucherschutz); Polizeipräsident Herbert Wenzl; Erster Polizeihauptkommissar Stephan Goblirsch (Simbach); Erster Polizeihauptkommissar Josef Frei (Pfarrkirchen). (Foto: Landratsamt Rottal-Inn)V. li.: Kriminaldirektor Michael Krickl, Erster Polizeihauptkommissar Armin Zehentbauer (Eggenfelden); Stefanie Kronberger (Sachgebietsleiterin öffentliche Sicherheit und Ordnung); Landrat Michael Fahmüller, Eva Kremsreiter (Abteilungsleiterin für öffentliche Sicherheit und Ordnung, Gesundheits-, Veterinärwesen und Verbraucherschutz); Polizeipräsident Herbert Wenzl; Erster Polizeihauptkommissar Stephan Goblirsch (Simbach); Erster Polizeihauptkommissar Josef Frei (Pfarrkirchen). (Foto: Landratsamt Rottal-Inn)

Anlässlich des jährlichen Sicherheitsgesprächs überreichte Polizeipräsident Herbert Wenzl den Sicherheitsbericht 2018 für den Landkreis Rottal-Inn an Landrat Michael Fahmüller.

ROTTAL-INN Die Gesamtkriminalität (ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße) ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Gegenüber 2017 wurden im aktuellen Berichtsjahr 144 Straftaten mehr, somit insgesamt 3.548 Fälle registriert. Dies bedeutet einen Anstieg um 4,2 Prozent.

Trotz einen minimalen Rückgangs der Aufklärungsquote um 0,5 Prozent bleibt diese im Landkreis mit 66,7 Prozent deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 64,5 Prozent.

Die Anzahl der bekanntgewordenen Fälle im Bereich der Gewaltkriminalität stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13 Fälle, auf insgesamt 139 an.

Ebenfalls ein Anstieg war bei der Straßenkriminalität festzustellen. Gegenüber dem Vorjahr waren 48 Straftaten mehr polizeilich registriert worden (2017: 584). Zur sogenannten Straßenkriminalität werden alle im öffentlichen Raum begangenen Straftaten, zum Beispiel Sachbeschädigungen und Körperverletzungen, gezählt.

Trotz eines Anstiegs um 15 Wohnungseinbrüche auf insgesamt 45, war im Bereich der Diebstahlskriminalität ein Rückgang um 78 Fälle auf gesamt 872 festzustellen (2017: 950). Das Polizeipräsidium Niederbayern hat im Rahmen eines abgestimmten Konzeptes zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität Maßnahmenpakte erarbeitet, um der Einbruchskriminalität entgegenzuwirken. Unter anderem erfolgt die Bearbeitung der Einbrüche durch spezialisierte Ermittlungsgruppen bei den Kriminalpolizeiinspektionen. Etabliert hat sich dabei auch eine länderübergreifende Kooperation zwischen Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die Polizeidienststellen bekämpfen zielgerichtet mit gemeinsamen Fahndungs- und Kontrollaktionen den Wohnungseinbruchsdiebstahl.

Steigende Zahlen sind auch bei den Rauschgiftdelikten zu registrieren. Ein Anstieg um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2017: 279) bedeuten für das Jahr 2018 insgesamt 311 polizeiliche Anzeigen wegen Rauschgiftdelikten. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass es sich bei der Rauschgiftkriminalität überwiegend um sog. Kontrolldelikte handelt, das heißt: intensivere polizeiliche Kontrollen können zu einer erhöhten Anzahl festgestellter Taten führen.

Weiterhin wurde die Verkehrsunfallstatistik für den Landkreis Rottal-Inn ausführlich diskutiert. Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Verkehrsunfälle stiegen von 4.270 im Jahr 2017, auf 4.417 Verkehrsunfälle im aktuellen Berichtsjahr an. Dies bedeutet einen Anstieg um 3,4 Prozent. 2018 kamen 10 Personen bei Verkehrsunfällen zu Tode (2017: 17). Ebenfalls rückläufig waren die Verkehrsunfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen (2017: 476; 2018: 453). Ansteigend waren die registrierten Verkehrsunfälle, bei denen Alkoholeinfluss (2017: 46; 2018: 56) bzw. überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit (2017: 106; 2018: 115), die Hauptunfallursachen darstellten. Ein bedauerlicher Anstieg war bei den Schulwegunfällen festzustellen. Musste 2017 nur ein Verkehrsunfall polizeilich aufgenommen werden, so ereigneten sich im Berichtsjahr 2018 insgesamt 6 Unfälle. Ein Rückgang war bei den Fahrrad-/ Pedelecunfällen von 81 auf 75 zu verzeichnen. Leicht gestiegen sind die Zahlen der Wildunfälle (2.069 auf 2.247) und Motorradunfälle (101 auf 107).

Da sich das hohe Sicherheitsniveau in Niederbayern leider nicht immer im Sicherheitsgefühl der Bevölkerung widerspiegelt, führt das Polizeipräsidium zusammen mit den Dienststellen verschiedene Maßnahmen durch, z. B. die Erhöhung der sichtbaren Polizeipräsenz, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessen. Polizeipräsident Herbert Wenzl werde in Zukunft auch weiterhin alles daran setzen, Niederbayern aber auch den Landkreis Rottal-Inn, für die Bürgerinnen und Bürger noch sicherer und lebenswerter zu machen.

Landrat Michael Fahmüller bedankte sich abschließend für die ausführlichen Erläuterungen sowie die allzeit gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der niederbayerischen Polizei, im speziellen mit den Beamtinnen und Beamten der Dienststellen im Landkreis und sicherte auch weiterhin die volle Unterstützung seitens des Landratsamtes Rottal-Inn zu.


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